Am 26. Januar befreit das vom Landkreis beauftrage Entsorgungsunternehmen ALBA Wriezen GmbH die Straßen im Bad Freienwalder Stadtgebiet von ausrangierten Weihnachtsbäumen. In den Ortsteilen Altranft, Altglietzen, Bralitz, Hohensaaten, Hohenwutzen, Neuenhagen und Schiffmühle erfolgt die Abholung erst am 30. Januar. Wriezener Weihnachtsbäume müssen am 27. Januar dran glauben und die Neulewiner haben Schonfrist bis zum 1. Februar.
"Wir fangen am 9. Januar im Randberliner Bereich mit der Entsorgung an und arbeiten uns dann durch den gesamten Landkreis", erklärt Angela Friesse, Werkleiterin des Entsorgungsbetriebs Märkisch-Oderland (EMO), die Verfahrensweise. Die letzte Tour führe ihre Mitarbeiter am 6. Februar nach Zeschdorf.
Wer seinen Baum nicht so lange als Mitbewohner in der Wohnung dulden möchte, hat kaum eine Alternative. Es sei denn er fährt seinen Baum zu einer Kompostieranlage, etwa der in Hennickendorf bei Strausberg oder in Lindendorf bei Seelow, und zahlt dort eine Annahmegebühr für seinen Baum. Auch bei Brauchtumsfeuern, organisiert durch die Freiwilligen Feuerwehren der Region, wird man seinen Weihnachtsbaum bei gemütlichem Zusammensein los.
Bei der kostenlosen Weihnachtsbaumsammlung durch den Landkreis werden Bäume aus privaten Haushalten abgeholt, die maximal drei Meter hoch sind. Der vollständig abgeschmückte Baum sollte am Abholtag bis 6 Uhr morgens vor dem Grundstück bereitgelegt werden. "Künstliche Bäume werden nicht mitgenommen, die gehören in die Sperrmüllanlage", sagt Angela Friesse. Aus Erfahrung weiß sie, dass Privatleute jedes Jahr versuchen, ihren falschen unter die echten Bäume zu schmuggeln.
87 Tonnen Nadelgehölz - gut die Hälfte des durchschnittlichen Gewichts des schwersten Tieres der Erde, dem Blauwal - brachten die EMO-Fahrzeuge nach dem vergangenen Weihnachtsfest in die Kompostieranlage Hennickendorf. "Dort werden die Weihnachtsbäume, geschreddert, gemuldet und mehrfach umgesetzt", sagt Angela Friesse. "So wird Erde aus ihnen gemacht."
Die Abholtermine für Weihnachtsbäume sind im Tourenplan des EMO und unter www.maerkisch-oderland.de/cmsemo einsehbar.