Rudi Casper, dem früheren Ortsvorsteher Frankenfeldes, ist wie alle anderen Besucher mächtig beeindruckt: "Das wird ja immer mehr. Es ist wirklich sagenhaft, was Familie Gerchow da über die Jahre hinweg aufgebaut hat", lobt er den Erfolg der Initiatoren und Gastgeber. Vor allem die Landmaschinen haben es ihm aus alter Verbundenheit angetan. Ein Famulus, Sechziger Jahre, luftgekühlt. Oder der Pionier, wie ein dunkelgrünes Exemplar am Ende der Reihe steht: "Den hatten wir zum Ankurbeln, später gab es ihn mit Starter", erklärt der Fachmann. So wie bei ihm werden auch bei Uli Winter aus dem benachbarten Harnekop und anderen Älteren Erinnerungen wach.
Bulldog aus Leipziger Scheune
Besonders alt sind die beiden Stücke, die Udo Eckner aus Neurüdnis diesmal, zu seiner bereits dritten Teilnahme, nach Frankenfelde mitgebracht hat. Beide nämlich Baujahr 1938. "Den Lanz Bulldog haben wir in Leipzig bei einem Bekannten aus der Scheune geholt, wo er an die 40 Jahre geschlafen hatte. Doch wir haben ihn wieder zum Leben erweckt, er sprang aus dem Stand heraus an ist tadellos gelaufen." Bewusst hat er ihn aber in dem etwas rumpelig-rostigen Zustand belassen: "Das ist ja ein Stück Geschickte." Und gerade diese Fahrzeuge aus der Vorkriegszeit seien ja besonders beansprucht worden. Schon im Krieg, aber auch später, als es teilweise kaum fachkundiges Personal zur Wartung gab. Dafür blitzt zwei Stellplätze weiter der blaue Hanomag: "Das ist ein Re-Import aus Australien", erklärt Eckner. Dorthin hatte der Hersteller mal sieben Stück ausgeliefert – mit einigen Sonderausstattungen, die es für den europäischen Markt nicht gab.
Besonders viele ehrfürchtig-staunende Blicke zog der noble schwarze Buick auf sich, in dem der Freienwalder Ralf Seltenheim gekommen war. Von einem älteren Herrn hat er das gute Stück, Baujahr 1937, vor Jahren übernommen. Und ist damit später sogar Rennen gefahren. Schließlich bringt es der 360 PS starke Wagen durchaus auf 160 bis 180 Sachen, so der heutige Besitzer. Nur den Motor hat er durch einen anderen gleicher Art ersetzt, weil der originale immer wieder Probleme gemacht habe.
Begeistert von der ganzen Vielfalt  sind ebenso Christiana und Klaus-Dieter Repke aus Berlin. "Wir kennen die Familie gut", erzählt sie, und ihr liebstes Objekt des Tages ist die russische Ural mit Beiwagen Baujahr 1974, mit der Jonas Gerchow immer wieder mit Interessenten eine Runde über den Platz drehte. Klaus-Dieter Repke hat es wiederum das Zelt auf einem Trabi-Anhänger besonders angetan. Vom Ostwagen schlechthin, dazu Wartburg und dessen Vorgänger IFA F9, stehen natürlich auch mehrere Vertreter in den Fahrzeugreihen. Genauso wie alte Feuerwehrfahrzeuge. Eines davon, einen Robur, haben Klaus Büttner und seine Mitstreiter der "ortwiger Hobbyschrauber" ebenso mitgebracht wie wie einen hellblauen Traktor Fortschritt ZT 300, das jüngste DDR-Modell. Oder die Simson mit Beiwagen, Baujahr 1960.
Während Jörg Gerchow am Eingang den Parkzuweisern hilft, ist Ehefrau Yvonne im Hintergrund mit vielen organisatorischen Fragen beschäftigt. Schließlich gibt es noch den Trödel- und Teilemarkt, die Musik – Blasorchester Schulzendorf und "Die Rockenden Fünf" – sowie die Versorgungsstrecke. Kuchen bietet der Kirchenförderverein Harnekop: "Wir unterstützen uns gegenseitig", sagt Anette Hirseland.

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