Sondersitzung zum Thema
Seit 2016 haben sich die damaligen Ausschussmitglieder Angela Hannemann (Linke), Bettina Mühlenhaupt (SPD), Petra Lunow (Wählergemeinschaft Insel), Marco Büchel (Linke) und Hanno Hemm (CDU) einem neuen Stufenplan verschrieben. "Ich bin nach wie vor stolz, dass das fraktionsübergreifend möglich war", warf Marco Büchel einen Blick zurück. Seither habe sich an dem Anliegen des Bildungsausschusses nichts geändert, diese wichtige Infrastruktur erhalten, verbessern und attraktiver machen zu wollen. "Für die Familien, für die Schulen aber auch die Besucher eines Kurortes", so Büchel.
In der Sondersitzung sollte es nun vor allem darum gehen, wie weit der Stand des Projektes ist und wie es weitergehen soll. Und das nun aufs Gaspedal gedrückt werden soll, daran ließen die Mitglieder des Ausschusses keinen Zweifel. "Der Weg ist sehr lang und die Bürger sehen ja nicht, was hinter den Kulissen passiert", argumentierte Sabine Gärtner (SPD). Und wünschte sich eine Umsetzung – so schnell wie möglich. "Wir haben den gleichen Sachstand wie im Januar, warum wurde nicht schon früher begonnen?", hakte Torsten Schaffrath, sachkundiger Einwohner für die Links-Partei, nach.
Das die nächsten Schritte zur Realisierung kurz bevorstehen, erläuterte Astrid Goschin amtierende Fachbereichsleiterin Gebäudeverwaltung und Hochbau der Stadt Bad Freienwalde. In einer kurzen Präsentation zeigte sie angedachte Elemente wie Fontänen und Spielgeräte für den geplanten Bereich der unter Fünfjährigen vor der Terrasse. Ein weiterer Bereich für größere kleine Kinder soll links davon entstehen. "Die Areale sollen zudem mit Sonnensegeln überspannt werden", gab Astrid Goschin weitere Einblicke.
Allerdings: Mit Mitteilung zu Beginn des Jahres hatte die Fördermittelstelle verlauten lassen, dass der Antrag der Stadt nicht vor dem dritten Quartal bearbeitet werden könnte. Und das sei noch vor der Corona-Zeit gewesen, sagt Astrid Goschin. "Wie sich die Bearbeitungszeit dadurch verändert kann ich nicht abschätzen", musste sie dem Ausschuss mitteilen. Sie gehe allerdings von einer hohen Priorität aus, die das Projekt besitze. Darauf jedoch will sich der Ausschuss nun nicht mehr verlassen: Torsten Schaffrath erinnerte an das Votum der Stadtverordneten, das Projekt umzusetzen "egal, wie". Möglicherweise dann auch ohne Fördermittel. Seine Frage nach den inzwischen gestiegenen Preisen beantwortete Astrid Goschin damit, dass alle Planungen mit einem Baupreisfaktor versehen seien. Der betrage plus minus zehn Prozent. "Im Moment aber eher plus zehn Prozent", wie sie zugeben musste. Insgesamt wird mit rund 400 000 Euro gerechnet.
Bau für Ende 2021 avisiert
Für den Bau gab Astrid Goschin den Zeitraum nach der Saison 2021 an. Das allerdings ist den Abgeordneten eigentlich zu spät, sie drängen auf eine möglichst schnelle Umsetzung. Astrid Goschin machte jedoch deutlich, dass es für alle Ausschreibungen Fristen gibt: Das Einstellen auf dem Online-Vergabemarktplatz, die Abgabe der Angebote, die vorbereitenden Maßnahmen und letztendlich die Umsetzung. "Immerhin stehen wir kurz vor der Ziellinie, das freut mich sehr", schloss Marco Büchel die rund einstündige Beratung in der Sondersitzung am Dienstagabend betont versöhnlich.