„Es war super, wir hätten nicht gedacht, dass alles so reibungslos läuft. Wir wären auch froh gewesen, wenn 30 Händler mitgemacht hätten, dass es so viele werden, freut uns riesig. Aber Flohmarkt geht ja immer.“ Jennifer Purkhart vom Feuerwehrverein Schulzendorf und Mitorganisatorin des ersten Kinderfloh- und Trödelmarkts des Vereins, der am Sonntag auf dem Reitplatz in Schulzendorf stattfand, ist hochzufrieden mit dem ganzen Ablauf. Dabei war es schon eine Herausforderung für die Macher, den Markt bei allen Vorgaben in der Corona-Zeit auf die Beine zu stellen. So musste bereits am Eingang zum Flohmarkt darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Besucher gleichzeitig auf den Reitplatz strömen.

Schnäppchenjäger kamen schon vor Eröffnung

Um zehn Uhr sollte der Markt offiziell beginnen, doch da kamen die ersten Besucher schon wieder mit ihren Einkäufen zurück – erfahrene Schnäppchenjäger sind früh auf den Beinen. „Ab halb sieben waren die Händler schon am aufbauen“, erzählte Cathleen Kindler, die ebenfalls im Organisationsteam für den Flohmarkt war. Eine halbe Stunde vor der Öffnung kamen dann auch schon Besucher. Vielleicht aber gar nicht so schlecht, denn so entzerrte sich das Ganze ein wenig.

Begrenzung auf 999 Menschen zur gleichen Zeit

„999 Menschen dürfen gleichzeitig auf den Platz“, erklärte Jennifer Purkart die Vorgaben zur Genehmigung des Marktes. Von diesen 999 entfiel natürlich ein ordentlicher Teil schon auf die Händler und Helfer. Bei 105 Verkaufsständen waren das etwa 210 Händler, dazu die 25 Helfer. Blieb Platz für gut 750 Besucher gleichzeitig. Dass es nicht mehr wurden, darauf achteten die Organisatoren schon am Eingang. Jeder der Besucher musste seinen Namen und die Telefonnummer angeben, damit im Falle einer Infektion alle Flohmarktbesucher informiert werden können. An der „Meldestelle“ bildete sich denn auch schnell eine Schlange, aber keiner der Besucher habe sich darüber beschwert, berichtete Jennifer Purkhart zwei Tage nach der Veranstaltung.
„Wir waren einmal kurz davor, dass wir am Eingang hätten dicht machen müssen, es war dann aber doch ein ständiges Kommen und Gehen, dass wir gerade noch unter der maximal zulässigen Zahl geblieben sind. Über den gesamten Tag verteilt hatten wir so um die 900 Besucher“, so Purkart.

Positive Rückmeldungen von Händlern und Besuchern

Die Rückmeldungen, die sie von den Händlern und Besuchern bekommen habe, seien durchweg positiv gewesen. „Es waren alle sehr zufrieden mit der Organisation. Die Händler fanden es super, dass wir die Standflächen so abgegrenzt haben. Und für uns war es super, wie uns die örtlichen Geschäfte und Firmen unterstützt haben. Außerdem hat uns der Reitverein den Platz zur Verfügung gestellt. Jetzt planen wir schon den Adventsmarkt, der am 28. November stattfinden soll. Und wegen der besonderen Umstände in der Corona-Zeit soll auch der in diesem Jahr auf dem Reitplatz und nicht wie sonst beim Feuerwehrgerätehaus stattfinden“, berichtet Jennifer Purkart.“
Auch die Standmiete von drei Euro kam offenbar sehr gut an. „Wir wollten ja damit keinen Profit machen, sondern einfach die Kosten für unsere Werbung decken“, erläuterte Purkart. Bei der überschaubaren Standmiete freute sich denn auch Händler Raphael Wallach aus Letschin 20 Minuten nach Marktöffnung: „Die Standmiete habe ich schon wieder drin. Alles, was jetzt kommt, ist Gewinn.“ Das ist mal die richtige Einstellung.

Nachbesserung bei der Verpflegung

Ein kleines Manko machten die Organisatoren bei allen positiven Aspekten des Marktes doch aus. „Bei der Verpflegung müssen wir uns für das nächste Mal etwas einfallen lassen. Da bildeten sich doch recht lange Schlangen“, so die Beobachtung von Jennifer Purkart. Aber das sei bei einer ersten Veranstaltung ja immer so, dass man noch dazulerne. Die Formulierung „beim nächsten Mal“ deutet aber darauf hin, dass der Kinderfloh- und Trödelmarkt keine einmalige Veranstaltung bleiben soll. „Wir wollen ihn auf jeden Fall wiederholen, dann aber doch eher im Mai, wie ursprünglich geplant.“ Natürlich wisse im Moment noch niemand, was bis zum kommenden Frühjahr alles passiert und wie sich die Situation entwickelt. Aber die Helfer versuchten alle optimistisch zu sein, dass solche Veranstaltungen in absehbarer Zeit auch wieder ohne Einschränkungen stattfinden können.