Ein Kino, eine Spielstraße, eine Biker-, eine Jumphalle und weniger Müll wünschen sich Schüler der Klasse 5c der Theodor-Fontane-Grundschule in Bad Freienwalde. Eine Woche lang haben sie sich wie ihre Mitschüler in Neuenhagen vor zwei Wochen bei dem Projekt „Ich zeig Dir meine Zukunft“ mit ihren Wünschen für die Stadt beschäftigt. Diese dokumentierten sie in Kurz- und Trickfilmen, die sie Mitschülern, Lehrern und Eltern zeigten. Zu den Gästen gehörte Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU), der der Einladung der Schüler gefolgt war und sich auf eine Diskussion einließ.
Die Projekttage verfolgen das Ziel, dass sich Kinder mit aktuellen und für sie relevanten Themen auseinander setzen, formulierte Projektbetreuer Johannes Kreye vom Verein „Schlaglicht“. Sie werden darin bestärkt, ihre Ansichten und Meinungen zu artikulieren, diese aber auch mit Meinungen anderer zu vergleichen, um gemeinsame Lösungen für Unterschiede zu erarbeiten.
Arne Haag, Johannes Kreye und Jennifer Zengerling von den Berliner Vereinen „Drop In – Forum für interkulturelle und politische Bildungsarbeit“ und „Schlaglicht“ initiierten ihr Projekt mit den Fontane-Grundschülern. Finanziert wird es von der Deutsche-Telekom-Stiftung, die bundesweit Initiativen fördert, die Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und die eigene Zukunft zu gestalten.
Mit einer Biker- oder einer Jumphalle werde es wohl in Bad Freienwalde nichts werden, sagte der Bürgermeister. Aber der Bau des Freestyle-Parks am Schamottering könnte noch in diesem Jahr beginnen. Skater und Akrobaten auf BMX-Fahrrädern sollen sich dort austoben können. „Wir haben vor etwa sieben Jahren den Verein Freestyle Freienwalde gegründet“, erklärte Robert Leepin von Jugend-, Kultur-, Bildungs- und Bürgerzentrum Offi. Vereinsvorsitzender Tom Abel  plane gerade den Parcours.
Kino-Vorstellungen seien vielleicht möglich, wenn das Kurtheater beim Umbau mit der Technik versehen wird, erläuterte der Bürgermeister. Das alte Kino kann nicht wieder belebt werden, wie eine Schülerin forderte, weil dort das Filmtheater residiert. Eine Spielstraße werde es in Bad Freienwalde wohl auch nicht geben. „Wir wollten die Karl-Marx-Straße als verkehrsberuhigte Zone ausweisen, sagte das Stadtoberhaupt. Aber dagegen  hätten sich die Einzelhändler gewehrt. „Wir haben dann davon Abstand genommen“, so  Lehmann. Dass eine Fußgängerzone in einer Kleinstadt nicht funktioniert, sei in Wriezen gut zu sehen.