Viele Kinder wissen nicht, wie es im Kuhstall riecht und kennen Hühnerküken nur aus dem Fernsehen. In Lüdersdorf ist das anders. Die kleine Land-Kita "Pusteblume" existiert seit 30 Jahren. Vor ein paar Jahren habe es eine Flaute gegeben, aber inzwischen ist die Kita wieder rappelvoll. "Wir mussten einige Eltern vertrösten", erzählt die Leiterin. Anmeldungen gibt es bis 2016.
Das Team von vier Erzieherinnen arbeitet seit langem zusammen. Die familiäre Atmosphäre und der Bezug zum Land sind ihnen wichtig. "Die Kinder sind immer draußen", berichtet die Erzieherin Sylvia Wesolek. Dort sind sie eine Attraktion für die älteren Einwohner, die sich freuen, dass noch Leben im Ort ist.
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Gegründet wurde die Kita im Jahr 1984. Bis zu dem Zeitpunkt wurden die kleinen Lüdersdorfer morgens mit dem Bus ins benachbarte Schulzendorf gebracht. Doch irgendwann habe es dort keine freien Plätze mehr gegeben, berichtet Regina Müller, die damalige Bürgermeisterin. Der Rat der Gemeinde sei dann auf die Idee aufgekommen, eine eigene Kita zu gründen. Das Haus, in dem früher der Inspektor des Schlosses gewohnt hat, habe zu dem Zeitpunkt schon 30 Jahre leer gestanden, erzählt Regina Müller. In Eigenleistung wurde das Gebäude hergerichtet. Damals sei es noch einfacher gewesen, dass Eltern einfach mitanpacken konnten, sagt die ehemalige Bürgermeisterin, die sich bis heute für den Erhalt der Kita einsetzt.
Gegründet wurde die Kita eigentlich erst im Herbst, doch da es sich im Sommer normalerweise besser feiert, wurde die Jubiläums-Woche in den Juni gelegt. Am Freitag fand diese ihren Abschluss mit einem großen öffentlichen Fest. In den Tagen zuvor hatten die Kinder Besuch von der Feuerwehr, haben gemeinsam gebacken, gebastelt und gefilzt.