Die Schüler der 4. bis 6. Klassen der Salvador-Allende-Schule konnten sich gestern ein Bild davon machen. Das Wetter war zwar nicht so gnädig. Aber die Viertklässler ließen sich auch vom feinen Sprühregen nicht abhalten. Jeder durfte auf dem Fahrersitz des siebeneinhalb Tonners Platz nehmen und in die rechten Außenspiegel schauen. „Wie ihr seht, seht ihr nichts“, sagte Moderator Ingo Thiel, der selbst seit vielen Jahren als Fahrlehrer arbeitet. Denn rechts neben dem Lkw stand ein Teil der Klasse 4b, aber die Schüler waren vom Fahrersitz aus nicht zu sehen. Eine bessere Demonstration des sogenannten toten Winkels hätte der Verkehrserzieher nicht bieten können.
Aufgrund der eingeschränkten Sicht können die Piloten der Landstraße schnell einen Fußgänger oder Radfahrer übersehen. Ingo Thiel gab den Viertklässlern wertvolle Tipps, um auf sich aufmerksam zu machen. „Was macht Luise, wenn sie mit ihrem Fahrrad auf der Straße fährt und ein Lkw nach rechts abbiegen will?“, fragte Ingo Thiel.
Die Viertklässler überlegen. Eine zierliche Schülerin schlägt Anhalten vor. „Das ist nicht gut, kann es doch zu Verunsicherungen auf beiden Seiten kommen“, erklärt der Fahrlehrer. Der Lkw-Fahrer denkt, er könne jetzt fahren. Und im gleichen Moment fährt Luise weiter, weil sie denkt, der Lkw bleibt stehen. „Wichtig ist, dass ihr immer überlegt, ob ihr den Fahrer sehen könnt“, betont Ingo Thiel. „Wenn ihr ihn seht, werdet ihr nämlich auch gesehen.“ Man könne dem Fahrer auch zuwinken, um auf sich aufmerksam zu machen.
Aber die Schüler sollten nicht auf ihr Vorfahrtsrecht pochen, denn ein abbiegender Lkw sei viel zu gefährlich. Daher solle man immer aufmerksam und mit dem Rad bremsbereit sein.
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