Für Emilia Labitzke wie für die meisten ihrer Mitschüler war es die erste Wahl. Durch die Vorbereitungen im Unterricht habe sie sich eine Meinung bilden können und einen Favoriten für sich gefunden. Wer das ist, behält Emilia Labitzke allerdings für sich. Denn das entspricht dem Wahlgeheimnis.
Kurt Hofmann, Lehrer am Brecht-Gymnasium, hatte die Schule bei der Bundeszentrale für politische Bildung für die Juniorwahl angemeldet und von dort Unterlagen und Wahlzettel erhalten. Sie sahen genauso aus wie die am Sonntag, waren nur etwas kleiner.
"Wir sind im Fach Politische Bildung auf diese Wahl vorbereitet worden", berichtete Jola Meisel, die mit Marc Kulike, Lara Presser und Celine Roysendaal eine Stunde lang als Wahlhelfer die Aufsicht im Wahllokal übernahm. "Ich finde es gut, dass wir das wie in echt machen", ergänzte Marc Kulike.
"Alle Schüler können daran teilnehmen", sagte Matthias Peters, Studienreferendar am Brecht-Gymnasium, der die Aufsicht im Wahllokal hatte. "Wir haben uns im Unterricht mit Parteiprogrammen sowie mit Erst- und Zweitstimme beschäftigt und auch den Wahlomat miteinbezogen", sagt Matthias Peters. Aufgrund der hohen Wahlbeteiligung geht er davon aus, dass die Juniorwahl den Schülern Spaß macht.
Mit Spannung erwarten die Schüler das Ergebnis. "Das wird am Montag veröffentlicht", sagte Kurt Hofmann. Dies sei ein Muss für alle Schulen, die sich an der Juniorwahl beteiligen, auch wenn das Ergebnis nicht so sein sollte, wie sich das die Schulen wünschen. Die Ergebnisse aller teilnehmenden Schulen werden zusammengefasst.
Außer der Juniorwahl gibt es noch die U 18-Wahl, zu der das Jugend-, Kultur-, Bildungs- und Bürgerzentrum OFFI eingeladenen hatte. Es ist die Wahl für Vereine der Jugendarbeit.