Die jährliche Radtour "Tour de Tolérance" wird am 19. September von der Stadt Bad Freienwalde ausgerichtet. Organisiert wird sie von Heidlinde Benzinger, Bodo Böhlemann und Günter Grützner. Rainer Fornell, Bürgermeister der Gemeinde Panketal, die im vergangenen Jahr Gastgeber der Tour war, hat die Verantwortung am Dienstagnachmittag persönlich an den Bad Freienwalder Bürgermeister Ralf Lehmann weitergereicht. Eine große Tafel mit dem Logo der Tour wandert nun ins Bad Freienwalder Rathaus.
Der Name der Tour ist Programm. Auch in diesem Jahr soll der Kontakt zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft angeregt werden. Unter anderem ist ein Zwischenstopp an dem Asylbewerberheim in Bliesdorf geplant. Start der Tour ist um 9 Uhr im Schlosspark des Brandenburgischen Freilichtmuseums Altranft. Gegen 16.30 Uhr endet die sie dort auch wieder. Zwischenzeitlich geht es über Bliesdorf nach Neuhardenberg, über die Seelower Höhen sowie Letschin und wieder zurück nach Altranft. Schirmherr der "Tour de Tolérance" ist Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke.
Ob bis September auch Asylbewerber in Bad Freienwalde wohnen werden, ist derzeit noch unklar. Wie der stellvertretende Landrat Lutz Amsel am Dienstagnachmittag berichtete, ist der Landkreis permanent auf der Suche nach Wohnmöglichkeiten. 1000 Flüchtlinge müsse Märkisch-Oderland in diesem Jahr unterbringen. Er gehe davon aus, dass Ende 2015 etwa 1500 bis 1600 Aslybewerber im Kreis leben werden.
Bei der Suche nach Unterkünften würden die Argumente der Kommunen berücksichtigt, betonte Lutz Amsel. So wurden etwa die Bedenken der Stadt Bad Freienwalde bezüglich des Eduardshofs ernst genommen, unterstrich er. Bürgermeister Ralf Lehmann begründete die Ablehnung der Stadt damit, dass es noch die Hoffnung gebe, dort ein Hotel einzurichten. Auf Nachfrage aus der Netzwerkrunde betonte er jedoch die Bereitschaft der Stadt, Asylbewerber aufzunehmen. Die Frage stelle sich gar nicht, unterstrich Lehmann. Die Stadt habe dem Kreis eine Reihe verfügbarer Wohnungen angeboten. Die Wohnungsbaugesellschaft sei in der Lage, diese kurzfristig umzubauen.
Ein grundsätzliches Problem der Verträge mit dem Landkreis sei jedoch, dass das Risiko beim Eigentümer bleibe.