Allein die polnischen Gemeinden Debno und Moryn waren mit 46 Wanderfreunden angereist, aus Bärwalde kamen 50 Leute. "Über noch mehr Mitwanderer aus Deutschland hätten wir uns durchaus gefreut", bekannte Müller. Ein Grund für die aus seiner Sicht magere Teilnahme könnte die späte Werbung gewesen sein. "Sonst lief sie zeitiger an. Daran müssen wir nächstes Jahr arbeiten." Möglicherweise könnte dann auch zu den äußerst anspruchsvollen 13-km-Touren, die es neben einer 2-km-Route bislang nur gibt, eine Mitteltour von sechs Kilometern hinzukommen, kündigte Wanderleiter Müller an. "Wir bekommen viele Anfragen dazu", sagte er. Immerhin müssen bei den langen Berg-und-Talwanderungen fast 500 Meter Höhenunterschied überwunden werden. "Mit 13-km-Wanderungen im sonst flachen Brandenburg sind die Touren nicht zu vergleichen", so Müller. "Den Schweregrad in unserer Region muss man verdoppeln."
Eine Andacht in der Malche-Kapelle, gehalten von Oberin Brunhilde Börner und Heiko Walther-Kämpfe, markierte am Sonnabend den Start der internationale Sternwanderung. Anschließend erklommen die Wander- und Nordic-Walking-Gruppen den Bismarck- und Aussichtsturm. 445 Turmdiplome wurden ausgestellt, davon etwa 290 an polnische Wanderer aus Moryn, Chojna und Freienwaldes Partnerstadt Meseritz. Tourismus-GmbH-Geschäftsführer Jens Lüdecke verteilte die ersten Exemplare am Nachmittag am Ziel, der Köhlerei.
Die Sternwanderung bildete den Auftakt der Turmdiplom-Saison. Bis zum 31. Oktober können Wanderfreunde nun wieder die Freienwalder Türme erwandern. Jeder Teilnehmer nimmt automatisch an einer Verlosung teil, bei der Sachpreise und Übernachtungen verlost werden.