Die beiden Fahrzeuge sind zwei Mannschaftstransportwagen (MTF). Sie blitzten am Montag bei der Übergabe herausgeputzt vor dem Autohaus. Einer von ihnen wird nach Leuenberg gehen. Dort ersetzt der MTF einen alten W50, der bereits ausgemustert ist. "Ein größeres Fahrzeug ist uns leider finanziell nicht möglich", sagt Amtswehrführer Ingo Köhler. Aber dieser Wagen könne die Leute zu einem Einsatz bringen und für die Jugendfeuerwehr sei es ein einfaches Arbeiten, denn man benötige zum Fahren des Wagens keinen Lkw-Führerschein. Leuenberg hat zudem aber auch noch ein Wasserfahrzeug, einen Löschgruppenfahrzeug (LF).
Der andere Wagen wird ein Kommandowagen (KdoW), die kleinste Version eines Einsatzleitfahrzeugs. Er wird in Heckelberg stationiert. Der MTF wird im Gegensatz zu dem Leuenberger dafür über einen Arbeitstisch und zusätzliche Ladehalterungen für Funkgeräte verfügen. Er ist das Einsatzfahrzeug des Amtswehrführers oder des Einsatzleiters. "Er wird eine Art Führungsstützpunkt bilden. Gleichzeitig kann er aber auch für den Transport der Feuerwehrleute zur Einsatzstelle und für die Jugendwehr eingesetzt werden", sagt Ingo Köhler.
Die Wagen stammen von der einem französischen Hersteller, nach einer Ausschreibung hatte das Bad Freienwalder Autohaus Schwarz das günstigste Angebot. Acht Sitzplätze bietet jeder der Mannschaftstransporter.
Zum weitaus größten Teil sei die Feuerwehr ja heute im Einsatz bei technischer Hilfeleistung und genau dafür seien sie auch ideal, weil etwa Ölbindemittel schnell zu einem Unfall transportiert werden können, sagte Amtsausschussmitglied Christian Ziche.
25 000 Euro zahlte das Amt je Fahrzeug. "Es war auch so günstig, weil bei Renault ein Modellwechsel bevorsteht", verriet der Amtswehrführer. "Aber wir müssen ja mit den Mitteln des Steuerzahlers auch haushalten."
Froh über das neue Fahrzeug ist auch Helga Kowatzky aus Leuenberg, Bürgermeisterin von Höhenland. "Es wird eine große Hilfe als Zubringer sein", meint sie. "Natürlich wäre ein größeres Fahrzeug schöner gewesen, aber das ist immer eine Frage des Budgets." Dem schloss sich Amtsausschussmitglied Christian Ziche an. "Einige sind sicher nicht so zufrieden, aber die Amtswehrführung hat sich bei dem Konzept schon etwas gedacht."
Am Montagnachmittag waren auch Vertreter aus den Löschgruppen dabei. Begeistert wurden die neuen Wagen ausprobiert, es ertönte immer wieder die lautstarke Sirene und die Blaulichter gingen an. Für die Sirene gibt es zwei unterschiedliche Knöpfe, zeigt der stellvertretende Wehrführer Mario Sarre. Eine Sirene für Stadt- und eine andere für Landfahrten. Erstere hat eine schnellere und höhere Tonfolge. "Damit die Leute es auch hören, wenn viel Verkehr ist und sie Radio hören", sagt er. Die andere ist dumpfer und hat eine längere Tonfolge. Sie ist für die Fahrten übers Land gedacht und für die Feuerwehrleute weniger nervig, sagt Sarre.
Die beiden Wagen sind die erste Stufe des neuen Fahrzeugkonzeptes des Amtes Falkenberg-Höhe. Um dieses hatte es zuvor in den Löschgruppen des Amtes viele Diskussionen gegeben. Alle Feuerwehrfahrzeuge wurden dem Bedarf entsprechend umgesetzt. Hintergrund sind die sinkenden Zahlen bei den Einwohnern und Mitgliedern der Feuerwehr. Die Löschgruppen sollen deshalb mehr zusammenarbeiten, nicht jedes Dorf brauche mehr ein teures großes, Wasser tragendes Fahrzeug, hieß es.
Das Fahrzeugkonzept des kleinen Amtes, in dem 160 Feuerwehrleute aktiv sind, sieht als nächstes den Kauf eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) vor. Da wurde vom Amtsausschuss ein 17 Jahre altes, gebrauchtes Fahrzeug abgelehnt, stattdessen wird sich derzeit um eine Förderung des Landes für ein neues Fahrzeug bemüht. Es kann aber noch dauern, bis klar ist, ob dies klappt.