Konzentriert sitzen immer zwei Spieler vor einem großen Monitor. Mit einem Steuerungselement auf dem Schoß dirigieren sie ihren Schwertkämpfer auf dem Bildschirm. Trifft das Schwert ein Körperteil des virtuellen Gegenspielers, leuchtet ein Blitz auf. Wird eine Figur niedergerungen, steht sie gleich wieder auf, und der Kampf wird fortgesetzt.
Die Spiel entführt die Spieler in die Welt der keltischen Sage. Excalibur ist das Schwert, das übermenschliche Kräfte verleiht. Sein Gegenspieler ist Soul Edge, ein Dämonenschwert. „Die Story dreht such um ein gutes und ein böses Schwert“, erläutert Sebastian Jendrzejski den Hintergrund. Es gebe rund 30 Charaktere, die irgendwie mit einem der beiden Schwerter in Verbindung stehen, so der Student aus Flensburg. Entweder versuchen sie, das Schwert zu bekommen oder zu verhindern, das es jemand anderes in die Finger kriegt. „Die Spieler über nehmen die Rolle eines der Kämpfer, auf die Hintergrundgeschichte haben sie jedoch keinen Einfluss“, sagte Jendrzejski. Im Zweikampf spielten sie einen Teil der Geschichte durch, wo der ausgesuchte Charakter eine Rolle spielt.
Sebastian Jendrzejski, der sich seit mehr als fünf Jahren mit dem Spiel beschäftigt, reizt die technische Ausgestaltung. „Soul Calibur“ sei ein Geschicklichkeitsspiel, es erfordert Reaktionsvermögen und mathematische Kenntnisse. Alkohol und Drogen sind daher tabu, die Spieler müssen stets hellwach und voll konzentriert sein. Denn eine Nachlässigkeit kostet Punkte und gefährdet den Sieg. Bis tief in die Nacht reichen die Turniere.
Die Teilnehmer der Internationalen Meisterschaft spielten „Soul Calibur“ in der vierten Version. „Zum letzten Mal“ vermutet Marco Großebokermann. Denn bald komme die nächste Version auf den Markt. Das Spiel wurde 1996 in Japan entwickelt. Es wurde weltweit 2,5 Millionen Mal verkauft
„Wir hoffen , dass wir den Wanderpokal wieder von Frankreich nach Deutschland holen“, sagte Marco Großebokermann. Doch danach sah es am Sonnabend zunächst nicht aus. Denn den Pokal des Mannschaftsturniers am Freitag gewann ein gemischtes Team mit zwei Franzosen und einem Polen. Am Sonntag war Aufbruchsstimmung angesagt. Die Spieler reisten in ihre Heimatländer zurück.