Künstler aus Polen, Litauen und Deutschland präsentieren und diskutieren in 18 Veranstaltungen ihren Zugang zum Thema anhand eigener Werke und Bücher. Wie nahe oder fern sind sich die Bildwelten der Erwachsenen und die der Kinder? Welche Aussparungen, "Übersetzungen" und Vermittlungsmethoden werden eingesetzt, um illustrative "Brücken" zu schlagen? "Das Festival, das in der Stadtpfarrkirche St. Marien in Müncheberg und in Schloss Trebnitz stattfindet, bietet Familien, Gruppen und interessierten Besuchern die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema "Das Düstere und das Heitere" auseinanderzusetzen und Möglichkeiten der Vermittlung und Lesemotivation gemeinsam mit Experten aus drei Ländern zu diskutieren", so Spatz weiter. Die mehrsprachigen Lesungen in der Pfarrkirche Müncheberg werden mit Sprechern und Musikern umgesetzt, sowie mit Hilfe von Großprojektionen zu "Buchaufführungen" gestaltet, die geöffnet sind für Jung und Alt. "Wir freuen uns insbesondere auf die Begegnung mit den Illustratorinnen Agata Dudek und Marta Ignerska (Polen), Siguté Chlebniskaité (Litauen), Kat Menschik und Einar Turkowski aus Deutschland", sagt Kurator Oliver Spatz.
Das öffentliche Programm beginnt am 25. Oktober um 19 Uhr mit einem Festvortrag des Direktors des Nationalmuseums Stettin (Szczecin), Dariusz Kacprzak, in der Stadtpfarrkirche St. Marien. Am Sonnabend sind Gruppen und Schulen aus der Region zu Workshops mit den Künstlern eingeladen und am Sonntag richtet sich das Programm vor allem an Familien. Weiterhin seien Seminare, Vorträge, Diskussionen und eine Party geplant.
Eingeladen sind auch Pädagogen, Bibliothekare und Künstler, die Anregungen für ihre Arbeit mit illustrierter Kinder- und Jugendliteratur und neue Kontakte suchen. Das Festival entsteht in Zusammenarbeit mit den Nationalmuseen Stettin (Szczecin) und Posen (Poznan), Agit Polska e.V., der Stadtpfarrkirche St. Marien und der Stadtbibliothek Müncheberg und steht allen Interessierten offen. Das Programm wird gefördert im Rahmen des Programms ViVaVostok der Robert Bosch Stiftung, durch das Land Brandenburg und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.