Im Vorfeld hatte es Unstimmigkeiten zwischen dem Rathaus und Dennis Ferch vom "Kurstadt-Dialog" gegeben. Während die Verwaltung beabsichtigte, nur jene Vorschläge zu veröffentlichen, die vorher geprüft worden sind, hielt Dennis Ferch diese Vorgehensweise für falsch und warb um Transparenz im Verfahren.
Bürgermeister Ralf (parteilos) sprang für Kämmerin Susanne Dobrick in die Bresche. Sie habe als die für die Verwaltung beauftragte Koordinatorin für das Bürgerbudget festgestellt, dass eine Veröffentlichung der Vorschläge überschaubarer sei, wenn diese schon geprüft worden seien. Und die Vorwürfe des SPD-Ortsvereins, in dem Verfahren werde die Demokratie mit Füßen getreten, wies er zurück. Lehmann bezog sich damit auf den Beitrag im Oberland-Echo vom 4. Mai "SPD fordert Transparenz".
Unklar erschien Peter Glaetzner (CDU), warum nicht alle Vorschläge veröffentlicht werden sollten. "Wir sollten den Mut haben, auch die nicht praktikablen Vorschläge zu veröffentlichen", meinte er. Und Martin Podoll (Kurstadt für alle) sah in einer Nichtveröffentlichung aller Vorschläge eine vertane Chance, wieder mehr Menschen für die Politik zu gewinnen.
Bis jetzt gibt es 34 Projekte. Die beziehen sich bis auf drei auf Vorhaben in der Kernstadt. Bis zum 30. Juni können noch Ideen eingebracht werden.