Natürlich fühle ich mich geehrt", sagte Manfred Hoppenheit aus Haselberg. Er war einer von fünf Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilungen der Feuerwehren, die am Mittwochnachmittag vom Kreisfeuerwehrverband Märkisch-Oderland ausgezeichnet wurden. Manfred Hoppenheit ist sage und schreibe 60 Jahre bei der Feuerwehr.
Renate und Winfried Rosenfeld aus Frankenfelde vom Kreisfeuerwehrverband, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feierte, haben eine Weihnachtsfeier für die Senioren der Feuerwehren aus den Städten Bad Freienwalde und Wriezen sowie aus dem Amt Barnim-Oderbruch ausgerichtet. Seit 2008 gibt es diese Seniorenweihnachtsfeier. Vor einigen Jahren wechselten sie vom Lehrrestaurant des Berufsbildungsvereins in Bad Freienwalde in die Speiseeinrichtung der Grund- und Oberschule in Wriezen.
Zahl gegenüber 2018 gesteigert
147 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen der Feuerwehren aus den drei Gebietskörperschaften mit ihren Partnern kamen in dem Raum zusammen. "Wir haben die Zahl gegenüber dem Vorjahr steigern können", freute sich Renate Rosenfeld. Sie fügte hinzu, dass der Raum künftig zu klein werden könnte. "Vielleicht finden wir ja einen Platz in dem neuen Feuerwehrgerätehaus in Bad Freienwalde", fügte Renate Rosenfeld lachend hinzu. Gleichzeitig dankte sie Bürgermeister Karsten Ilm (CDU) für die kostenlose Nutzung des Speiseraums der Oberschule. Das Stadtoberhaupt wie sein Bad Freienwalder Kollege Ralf Lehmann (CDU) und Barnim-Oderbruchs Amtsdirektor Karsten Birkholz nahmen an der Veranstaltung teil. Ralf Lehmann beteiligte sich nicht an der Auszeichnung, da die Bad Freienwalder Feuerwehrsenioren bei der Jahreshauptversammlung aller Wehren der Stadt gewürdigt werden.
"Das ist meine erste Weihnachtsfeier in diesem Jahr, die Feuerwehr ist immer am schnellsten", erklärte der Wriezener Bürgermeister, der es sich als Gastgeber nicht nehmen ließ. eine Ansprache an die Festgäste zu richten. Dabei betonte er vor allem das Ehrenamt, das den Mitgliedern der Feuerwehr besonders viel abverlangt  Bei diesem Superwahljahr sei zu Recht ein Blick auf den Brand- und Katastrophenschutz gefallen. Brände in Größenordnung hätten die Feuerwehren in Atem gehalten. "Von Jahr zu Jahr steigen die Anforderungen an Personal und Technik", erklärte Wriezens Bürgermeister. "Wir stellen seit 2013 eine Verdoppelung der Einsätze fest", ergänzte Ilm. Die Zahl der Großschadensereignisse, um Menschenleben zu retten, habe deutlich zugenommen. Dies könne jeder an der Realität des Sommers ablesen. Und auch die Technik stelle die Feuerwehren vor große Herausforderungen. Selbst Kleinwagen könnten nach Unfällen kaum mehr ohne Spreizgerät und Schneidwerkzeug geöffnet werden. "Der Umgang mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen erfordert Spezialkenntnisse, die die Feuerwehrleute jederzeit parat haben müssen", betonte Karsten Ilm. "Wir stehen auch finanziell vor großen Herausforderungen, die Stadt Bad Freienwalde ist da schon weiter", erklärte der Bürgermeister. Die Stadt Wriezen habe für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses ein Grundstück gefunden. Er rechne mit einer Investitionssumme in Höhe von fünf Millionen Euro. Hinzu komme, dass drei neue Fahrzeuge angeschafft werden müssten: zwei Tanklöschfahrzeuge vom Typ 4000 Staffel und 5000 Typ Brandenburg. "Wir werden noch ein kleineres Fahrzeug ohne Förderung erwerben", ergänzte Ilm.
"Aber Technik ist nicht alles", betonte der Bürgermeister. "Das Ehrenamt ist das unverwechselbare Element des gesellschaftlichen Lebens bei der Feuerwehr", unterstrich Ilm. Vor allem sei diese Art von Ehrenamt nicht planbar. Feuerwehrleute müssen ständig mit einem Alarm rechnen und zu jeder Tag- und Nachtzeit ausrücken. Familien und Arbeitgeber müssten Toleranz üben.
Wichtige Berater und Betreuer
Ilm betonte auch die Bedeutung der Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen der Feuerwehren. Diese Männer und Frauen seien zwar nicht mehr aktiv, aber sie stehen als wichtige Berater und Betreuer der Feuerwehr und ihren Jugendabteilungen zur Verfügung.
Karsten Ilm und Karsten Birkholz würdigten sieben altgediente Feuerwehrleute für ihre treuen Dienste bei der Feuerwehr:
50-jährige Mitgliedschaft: Bernd Witt (Sternebeck) und Hans-Jürgen Lockow (Rathsdorf), 60-jährige Mitgliedschaft: Hanfried Bach (Neuranft), Wilhelm Müller (Neuranft), Winfried Korn (Neuranft), Klaus Heidmann (Biesdorf) und Manfred Hoppenheit (Haselberg). Sie bekamen alle Ehrennadeln in Gold.
Dank der finanziellen Unterstützung der beiden Städte und des Amtes konnten Renate und Winfried Rosenfeld das Schulzendorfer Tanz- und Blasorchester für ein Konzert gewinnen. Erstmals gab es eine Weihnachtsgans zu gewinnen. Dazu musste jedoch das Gewicht geraten werden. "Jeder der ein Gebot abgibt, zahlt zwei Euro", verkündete Renate Rosenfeld.