"Im Landhof Liepe fanden wir auch unter Coronabedingungen das passende Ambiente für die Beherbergung und fühlten uns bestens versorgt", berichtet Hans-Joachim Moldenhauer aus Blankenfelde-Mahlow (Kreis Teltow-Fläming).

Organisator pflegt Kontakte

Moldenhauer hält die Fäden zu den ehemaligen Mitschülern zusammen und hatte das abwechslungsreiche Programm auf die Beine gestellt. Seit Jahren pflegt er die Kontakte und organisiert diese Klassentreffen.
15 bis 20 der einst 60 Abiturienten nehmen durchschnittlich an diesen Treffen teil. Die Ehemaligen kamen aus  Bad Freienwalde und Umgebung, Berlin und Umgebung, Görlitz, Rostock und Bad Tennstedt in Thüringen. Viele habe es noch weiter weg verschlagen, bis hoch in den Norden an die dänische Grenze oder bis nach Bochum. Sechs seien verstorben, vielen sei aus gesundheitlichen Gründen  die Fahrt zu weit. "Wer nur bis Berlin kommt, den holen wir ab", berichtet Hans-Joachim Moldenhauer. Direkt aus der Region kommen Helga Baumgärtner und Dr. Wilfried Böttcher. Bekanntester der Klasse ist Professor Michael Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises
Der Klassentreffen-Organisator bemüht sich stets um interessante Ausflüge ins Oderbruch oder ins Untere Odertal. Diesmal ging es von Liepe nach Niederfinow. "Bei einer Schleusenfahrt im nahegelegenen alten Schiffshebewerk wurde den Gästen sehr viel Wissenswertes vermittelt", berichtet Hans-Joachim Moldenhauer. Sie bestaunten die nach 80 Jahren einwandfrei funktionierende Technik und machten viele Fotos von dem Metallriesen, der bald von dem neuen Schiffshebewerk abgelöst wird.
Auch für das Erkunden von Liepe blieb genug Zeit. "Wir unternahmen einen Spaziergang durch den Ort, über die Brücke zur anderen Seite der Alten Oder und beobachteten das Storchenpaar, um nur einige Begebenheiten zu nennen", so Moldenhauer. Am kommenden Vormittag durfte ein Fotostopp auf der Treppe der ehemaligen Bad Freienwalder Oberschule nicht fehlen. Sie ist gerade für die Sanierung "verhüllt", was stark an die Projekte des Künstlers Christo erinnert. Danach erklommen alle tapfer die wieder perfekt befestigten Stufen zur Weinbergruine. "Schade, dass nach 60 Jahren nun so mancher Baum die weite Aussicht begrenzt", bedauert der Tourleiter. Die zweitägige unterhaltsame Zusammenkunft fand in Falkenberg auf der Carlsburg mit einer leckeren Erfrischung und dem weiten Blick ins Oderbruch ihren Ausklang.

Knobelaufgabe vom Mathelehrer

"Leider konnte unser Mathematiklehrer und langjähriger Leiter des Kabaretts ,Der Kaktus’, Dr. Manfred Schulz, coronabedingt nicht am Treffen teilnehmen. Er übersandte eine nette Grußbotschaft mit historischem Hintergrund und passend zu seinem Unterrichtsfach eine zu lösende Knobelaufgabe", berichtet Moldenhauer.
Alle freuen sich schon auf ein weiteres Treffen 2021, bei dem die Ehemaligen wieder auf den Spuren ihrer Vergangenheit wandeln wollen.