Gehegeleiter Eckard Peetz kann es noch immer nicht fassen: Waschbär Bruno wurde in seinem Gehege im Wildgehege in Wriezen mit Steinen beworfen. Überall fanden sich zum Teil faustgroße Geschosse.
Das Vorstandsmitglied der Wriezener Institution ist traurig und wütend zugleich: „Was sind das für Menschen, die Tieren so etwas antun?“ Mit denen haben noch unbekannte Täter das Tier malträtiert. Dabei verletzte sich der Waschbär so schwer, dass er eine Woche lange tierärztlich versorgt werden musste. Trotz aller Versuche, den Waschbären zu retten, musste er am Sonntag eingeschläfert werden. „Gemeinsam mit der Tierärztin haben wir uns entschieden, ihn von seinem Leid zu erlösen“, sagt Eckard Peetz mit bebender Stimme.
Durch den Sturz vom Kletterbaum habe das Tier so schwere Verletzungen davongetragen, dass es keine Chance auf Heilung gab. „Die Wirbel am hinteren Rücken waren allesamt gebrochen“, berichtet Peetz.

Der Waschbär musste vom Tierarzt behandelt werden

Nur unter schlimmen Schmerzen konnte Bruno die Hinterpfoten nachziehen und sich hinkend kaum fortbewegen. Daraufhin wurde er mit starken Schmerzmitteln behandelt, um sein Leid zu lindern.
Der Waschbär ist eine Handaufzucht, kam als Findelkind nach Wriezen und wurde dort aufgepäppelt. Seit vielen Jahren gehörte er zu den Publikumslieblingen und hatte – eigentlich untypisch für Waschbären – auch eine Lebenspartnerin. „Die trauert nun sehr“, sagt Peetz.

Der Angriff macht den Gehegeleiter traurig und wütend

Vermutlich vom Zaun aus wurde das Tier in seinem Gehege beworfen.
„Das ist so unbeschreiblich grausam. Bruno konnte doch nicht weg.“ Eckard Peetz ist fassungslos ob der Brutalität. Immer mal wieder hat das Wildgehege in Wriezen Probleme: Zuletzt waren es Lebensmittel, die einfach über den Zaun geschmissen wurden. Mitsamt Plastiktüte. Auch wurde bereits mehrmals die Spendenbox aufgebrochen und die Anlage Opfer von Vandalismus.