Akribisch hatten sich die kleinen Künstler auf ihre großen Auftritte vorbereitet - behutsam und beharrlich angeleitet von ihren Klassenlehrerinnen sowie von Petra Hoppe, der Fachzirkelleiterin für den Musikunterricht an der Bildungsstätte, und ihren Kolleginnen Sigrid Moeck und Janett Batze, die das Fest gemeinsam organisiert haben. Und doch war das Lampenfieber bei den meisten der knapp 100 Mädchen und Jungen, die sich mit Liedern, Gedichten, Tänzen oder Sketchen dem Urteil der Jury stellten, deutlich zu spüren. Aber mehr oder weniger tapfer überwanden alle die Scheu vor dem Publikum, das vor allem aus Mitschülern, Eltern und Großeltern bestand und es ihnen daher auch leicht machte.
Stürmischen Applaus gab es für alle Beiträge - ob sich zum Beispiel Max Cebulla aus der Klasse 1a allein ans Keyboard setzte und Kinderlieder wie "Du fröhlicher Gesell" zum Besten gab oder ob alle 22 Schülerinnen und Schüler der Klasse 1b den Speisesaal für ihre Modenschau in einen Laufsteg verwandelten. Dass dieser Programmpunkt in der Endabrechnung ganz weit vorn landen würde, war bereits klar, als sich die aus den Klassensprechern der vierten bis sechsten Klassen, Grundschulleiterin Marion Sattelberg und Schulsozialarbeiterin Dagmar Bergmann bestehende Jury zur Beratung zurückzog. Denn die von der ersten Minute an begeistert mitgehenden Zuschauer hatten da ihr Urteil mit Zwischenbeifall und Zugabe-Rufen längst abgegeben. Die von den Müttern Heike Lehmann und Silvia Kams sowie Klassenleiterin Anke Rittau einstudierte Vorführung bot alles auf, was eine echte Modenschau auszeichnet: herausgeputzte Schönheiten, wie wild blitzende Fotografen und sogar finster blickende Sicherheitsbeauftragte. "Wir haben sechs Wochen lang geübt", verrieten die stolzen Mütter.