Besonderheiten waren das 85-jährige Bestehen der Feuerwehr sowie die Ausrichtung des letzten Stadtpokals der Stadt Wriezen. Außerdem sei es eines der einsatzreichsten Jahre für die Frankenfelder gewesen.
Seliger dankte den Anwesenden für ihr Engagement und auch für potenziell erbrachte persönliche Opfer. Es sei für sie alle eine Selbstverständlichkeit, dass sie von einer Sekunde auf die andere aus dem Alltag gerissen würden, um anderen zu helfen. Dennoch schätzten sie die Aufwandsentschädigungen von 200 Euro pro 40 geleisteter Stunden, die die Landesregierung zahlte. Seliger, im 13. Jahr als Ortswehrführer tätig, sagte, es sei deutlich geworden, die Freiwillige Feuerwehr Wriezen schätzte die Unterstützung der Kameraden aus den Ortsteilen.
Immer einsatzbereit
Zu jeder der 22 Alarmierungen im vergangenen Jahr konnten die Frankenfelder ausrücken, auch wenn sie teilweise knapp besetzt waren. Seliger sprach hier eine Mitschuld der Sirene zu, die nicht im ganzen Ort zu hören sei. Er forderte, mehr Meldeempfänger in den Ortsteilen anzuschaffen.
Drei Einsätze erwähnte Seliger gesondert. Am Nachmittag des 8. Februar 2019 wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der Landstraße 33 gerufen. Hier sei deutlich geworden, dass die Ausstattung der Frankenfelder für technische Hilfe unzureichend sei. Dies sei den Trägern der Feuerwehr gemeldet worden. Er erinnerte auch an den Einsatz am 14. April 2019: in den frühen Morgenstunden konnten alle Wohnhäuser beim Brand eines Gebäudes im Kastanienweg in Wriezen geschützt werden, einige Nebengebäude fielen den Flammen jedoch zum Opfer. Die Betroffenen richteten dennoch einige Wochen später ein kleines Dankesfest für die Kameraden aus. Auch ein weiteres Beispiel für erfolgreiche Kooperation mit den Kameraden aus Wriezen erwähnte Seliger. Am 4. November 2019 konnte ein brennendes Auto auf der Verbindungsstraße Frankenfelde/Haselberg trotz Ungereimtheiten bei der Ausrückeordnung erfolgreich gelöscht werden.
Es sei ein erfolgreiches Jahr gewesen, sagte Seliger, auch wenn sie sich mit vielen Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen konfrontiert sahen.
Nachwuchssorgen
"Momentan haben wir 21 aktive Kameradinnen und Kameraden, die Jugendfeuerwehr hat acht Mitglieder. Und in der Alters- und Ehrenabteilung sind es elf", zählt Seliger einige Tage später am Telefon auf. Bei der Jahreshauptversammlung hatte Seliger schon erwähnt, dass es immer schwieriger sei, die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren im ländlichen Raum aufrechtzuerhalten, vor allem tagsüber. In den nächsten Jahren soll vor allem an der Nachwuchsrekrutierung gearbeitet werden, um weiterhin gut ausgebildetes Personal zur Verfügung zu stellen.
Aus- und Weiterbildung spielte auch schon 2019 eine wichtige Rolle. Die Frankenfelder absolvierten zahlreiche Lehrgänge (siehe Infokasten). Auch Übungen seien erfolgreich durchgeführt worden: Wasserförderung über die Langewegstrecke in Schulzendorf, Brandbekämpfung in Eichwerder sowie ein potenzieller Massenanfall von Verletzten in Lüdersdorf.

Absolvierte Ausbildungen

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Frankenfelde haben zahlreiche Lehrgänge im Jahr 2019 abgeschlossen und sich fortgebildet. Den zweiten Teil der Truppmannausbildung besuchten Niklas Koch, Robin Taege und Frank Konczak. Für Niklas Koch und Robin Taege ging es auch zur Sprechfunkerausbildung, genau wie für Mathias Koch, Ricco Hempp und Paula Hempp.

Yvonne Pokatzki und Stefan Stahnke absolvierten die Truppführerausbildung. Brandmeister und Ortswehrführer Sebastian Seliger ließ sich zum Verbandsführer und zum Sicherheitsbeauftragten fortbilden. Auch Robin Taege schloss letzteren Lehrgang ab. jw