Jede Menge Dreckecken haben unsere Leser in den vergangenen Wochen gesichtet. Doch was passiert, wenn eine illegale Deponie entdeckt und an die Stadt gemeldet wurde? Dann schaltet sich der EMO ein, der 2006 vom Landkreis als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger gegründet worden ist. In der EMO-Abfallbilanz für 2012, die jetzt im Internet veröffentlicht worden ist, sind die Kosten für die Entsorgung illegaler Deponien aufgeführt. Nachdem in der letzten Bilanz ein Rückgang zu vermelden war, ist die Menge 2012 kräftig gestiegen. 1371 Tonnen mussten entsorgt werden, 662 Tonnen mehr als im Vorjahr.
Eine Entwicklung, die sich auch für den unbescholtenen Bürger bemerkbar machen kann. "Die Kosten für den Abtransport sind in der Grundgebühr umgelegt", erklärt Peggy Thräne vom EMO. Die muss jeder Bürger bezahlen, sei es als Hausbesitzer direkt oder als Mieter mittelbar über die Betriebskosten.
183000 Euro hat der EMO im vergangenen Jahr für die Entsorgung illegalen Abfalls aufgewendet. Den genauen Betrag für 2011 möchte der Betrieb auf Anfrage nicht bekannt geben. Aber: "Durch den Anstieg illegaler Deponien kann die Grundgebühr steigen, wenn sich andere Kosten nicht verringern", erläutert Peggy Thräne. Weitere Posten, die ebenfalls in die Gebühr einfließen sind beispielsweise die Entsorgung von Sperrmüll, gefährlichen Abfällen, Papier und Weihnachtsbäumen. "Wie es sich 2013 weiterentwickelt, muss man sehen", sagt die EMO-Mitarbeiterin. Im Herbst werde wieder kalkuliert.
Den urplötzlichen Anstieg kann sich Peggy Thräne nicht erklären. "Ich kann das einfach nicht nachvollziehen", sagt sie. "Wir bieten jedem Privathaushalt an, Schrott, Sperrmüll und alte Elektrogeräte bis zu drei Mal im Jahr vor der eigenen Haustür abholen zu lassen." Bis zu drei Kubikmeter Abfall kann die EMO bei jeder Fahrt mitnehmen - kostenlos. Wer einen Transport bestellen möchte, muss nur eine Sperrmüllkarte ausfüllen. Die bekomme jeder Bürger mit dem Abfallkalender nach Hause, erläutert Peggy Thräne. Außerdem ist ein Vordruck auf der EMO-Internetseite herunterzuladen.
Abfälle wie Bauschutt, Altholz, teer- und asbesthaltige Baustoffe müssen zur Umschlagstation nach Rüdersdorf. Dort werden sie gegen eine Gebühr entsorgt. "Für flüssige und pastöse Gefährdungsstoffe ist das Schadstoffmobil da", führt die EMO-Mitarbeiterin aus. Das fährt zwei Mal im Jahr "fast jede Ortschaft im Landkreis an", wie es auf der Webseite des EMO heißt.
Termine des Mobils unter www.maerkisch-oderland.de/ abfallentsorgung; telefonische Beratung unter 03346 882733