Der Storkower Ortsteil, der sein Jubiläum „625 Jahre Limsdorf“ als großes Fest feierte, besiegelte damit gleichzeitig seine Verbundenheit zu seiner polnischen Partnergemeinde, die zu Storkows Partnerstadt Opalenica gehört.
Als Ehrengast war die Bürgermeisterin Elzbieta Radniecka anwesend. Sie unterschrieb gemeinsam mit Ortsvorsteher Lothar Nischan eine Willensbekundung. Die eigentliche urkundliche Besiegelung der vor etwa einem Jahr eingeleiteten Partnerschaft wird im Oktober in Dakowy Mokre erfolgen.
An dem großen Jubiläumsdorffest, das vom Kultur- und Feuerwehrverein Limsdorf ausgerichtet wurde, hat sich fast das ganze Dorf, zu dem die Ortsteile Schwenow und Möllendorf gehören, beteiligt. Dazu gehörte nicht nur die Dekoration der Grundstücke mit lebensgroßen Strohpuppen zur Ortsgeschichte und zum Dorfleben. Die von den Einwohnern gestalteten Puppen zeigen den jeweiligen Beruf oder das Hobby des Gestalters.
Auf einer großen Tafel mit Fotos auf dem Festplatz waren 45 von über 60 davon zu sehen. Die Fotos stammen von Willi Potkof aus Hamm, der seit 15 Jahren immer wieder Sommergast von Jörg Schmidt ist, dem Wirt vom Limsdorfer Gasthaus. Auf Schautafeln wurde die Geschichte des Ortes dargestellt. Schon im Vorfeld berichtete Cornelia Kokscht, die Vorsitzende des Vereins Kultur und Feuerwehr Limsdorf, dass durch die Vorbereitungen zum Dorffest ein enger Zusammenhalt der Einwohner entstanden sei.
Eigentlich sollten alle, die sich an der Gestaltung von Strohpuppen beteiligt haben, beim Fest ein Dankeschön dafür  erhalten. „Aber“, so die Vereinsvorsitzende, „es sind alle Figuren so wunderschön, und so viele, ob Jung oder Alt, haben mitgemacht, so dass wir uns ein besonderes Geschenkt ausgedacht haben: einen Fotokalender für 2019 mit diesen Bildern.“
Auch eine schöne Idee war am Jubiläumstag die Foto-Box, in der sich die Gäste ablichten lassen konnten mit der Aufschrift „625 Jahre Limsdorf“ auf dem Bild.
Die Vereinsvorsitzende freute sich über „mindestens dreißig Helfer weit über den Verein hinaus aus dem ganzen Ort“, und Christiane Ernst, die stellvertretende Vereinsvorsitzende konnte „24 hausgebackene Blechkuchen“ zählen, „eine Rekordmenge von vielen älteren Frauen aus Limsdorf, Schwenow und Möllendorf“.
Der Kuchenbasar sei der Renner des Festes gewesen, „ein großer Ansturm auf das noch warme Gebäck frisch aus dem Ofen“. Ebenso gut kam die Tombola an, die von Angelika Schwadtke und Daniela Witkowski mit einhundert, von örtlichen Firmen gesponserten Preisen organisiert worden war. Hauptpreis war ein Reisegutschein.