Gekommen waren rund 100 Vertreter aus den Kindertagesstätten, den Grundschulen in der Region sowie Horterzieher. Das Thema der Veranstaltung im Beeskower Spreepark hieß "Gestaltung eines erfolgreichen Übergangs von der Kita in die Schule". "Es ist ein wiederkehrendes Thema, was vor allem für Eltern oftmals mit Ängsten verbunden ist", weiß Mitorganisatorin Ramona Ludwig, die als Leiterin in der Beeskower Kita "Kiefernzwerge" arbeitet.
Mit dem Vorsatz, alles richtig machen zu wollen, stehen Familien während des ersten Schuljahres einer Herausforderung gegenüber, die sie allein nicht stemmen können. Darauf verweist Malte Mienert in seinem mehrstündigen Vortrag immer wieder. "Wir wollen selbstbewusste Kinder", sagt er und appelliert an die Pädagogen im Raum, gerade in dieser so wichtigen Lebensphase von Kindern und Eltern, noch besser zusammenzuarbeiten. Dass dies in der Anfangszeit mehr Arbeit bedeute, dessen sei er sich bewusst. "Doch langfristig werde es für alle einfacher", verspricht er den Pädagogen.
Doreen Jannasch, Leiterin der Kita "Storkower Strolche", unterstützt den Ansatz des Erziehungspsychologen. In ihrer Einrichtung werden Kinder gezielt nach ihren Interessen gefördert, um auch den Übergang in die Schule besser hinzubekommen. "Es muss jedoch noch mehr Verständigung zwischen Kita und Schule geben", wünscht sie sich.
Genau dort setzt Malte Mienert an und empfiehlt, dass Erzieher auch am Schulunterricht teilnehmen und diesen mitgestalten sollen. "Laut aktueller Studien sind es die Erzieherin, die beim Vorhersagen der Leistungen von Erstklässlern zu 98Prozent richtig liegen", verdeutlicht der Experte, die Wichtigkeit von Kita-Pädagogen. Eine Verzahnung der unterschiedlichen Einrichtungen mache demnach Sinn.