Stand jetzt halte er noch an den Planungen für den Beeskower Weihnachtsmarkt fest, erklärte Bürgermeister Frank Steffen auf entsprechende Nachfrage vor den Mitgliedern des Beeskower Sozial- und Kulturausschusses. Grund sei, dass die Bürger ein gewisses Maß an Normalität auch in bewegten Zeiten wünschten, dazu gehöre der Weihnachtsmarkt. Aus seiner Sicht würden die aktuellen Corona-Infektionszahlen in Beeskow selbst das auch hergeben. „Wir haben hier kein lokales Ausbruchsgeschehen.“ Seine größte Sorge sei in diesem Zusammenhang im Moment, dass sich eine größere Besuchergruppe des Marktes nicht an Hygieneauflagen halte und man dann dagegen mit einem Polizeieinsatz einschreiten müsse.

Entscheidung abhängig von Corona-Einschränkungen

Endgültig entscheiden, so der Bürgermeister, wolle man in der Verwaltung am Freitag über die Frage. Dann habe man Klarheit über mögliche weitere Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie durch den Bund und das Land. Wenn die Zahl der gleichzeitig erlaubten Besucher von Großveranstaltungen unter 1000 abgesenkt werde, habe auch der Weihnachtsmarkt keinen Sinn mehr.

Gegensätzliche Meinungen treffen aufeinander

Von den Stadtverordneten sprach sich Ralf Schulze (Bürgerforum) für den Markt aus. „Wenn man ein entsprechendes Hygienekonzept hat, und das kann man erarbeiten, warum nicht“, sagte er. Skeptischer ist sein Fraktionskollege Bastian Gierke. Er sei zwar auch als Einzelhändler sehr für den Weinachtmarkt, doch müsse man sich fragen, ob die Stadt sich nicht lächerlich mache, wenn sie daran festhält, während rundherum alle Veranstaltungen abgesagt werden.
In letzterer Tatsache sieht auch Nadine Rintisch (CDU) eine Gefahr. Wenn es nur in Beeskow einen Markt gebe, könne es zu einem nicht beherrschbaren Besucheransturm kommen, warnte sie.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.