Ein fast 5000 Quadratmeter großes Grundstück, dass in unmittelbarer Nähe des Groß Rietzer Schlosses liegt und früher auch zum Schlossareal gehörte, wird bis zum 6. April, 12 Uhr, vom Auktionshaus Karhausen versteigert. „Auf dem bebauten Grundstück befinden sich eine alte Scheune, Fundamentreste der ehemaligen Brennerei sowie ein stark einsturzgefährdeter Schornstein, welcher Heimat eines Storches ist“, erklärt Auktionator René Silva, Vorstand der Auktionshaus Karhausen AG. Nach Angaben des Unternehmens sind alle vorhandenen Aufbauten des Grundstücks, eine Garage und ein Nebengebäude gehören auch dazu, in einem stark sanierungsbedürftigem Zustand und werden aktuell vertragslos genutzt.
Anfang des Jahres hatte es in Groß Rietz Aufregung gegeben. Da Baufachleute den Zustand des Schornsteines unter anderem mit einer Drohne untersuchten, bestand die Angst, dass ein Abriss geplant sei. Der Eigentümer des Geländes – die in Berlin ansässige Firma Gesa (Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten) – hielt sich vage: „Einen Abriss oder Sprengung können wir nicht betätigen“, teilt die Sprecherin des Unternehmens Gudrun Finger damals per E-Mail mit. Allerdings bestätigt sie, dass ihre Firma plane, den Gewerbestandort in diesem Jahr zu vermarkten. Ein Schornsteinabriss dürfte damit für  die nächste zeit vom Tisch sein. Im vorigen Jahr trafen die Groß Rietzer Störche Ende März ein.
Das Mindestgebot für das Grundstück in Groß Rietz liegt bei 7000 Euro. Dazu kommen verschiedene Gebühren. Das Groß Rietzer Grundstück wird vom Auktionshaus online versteigert. Das bedeutet, dass schon jetzt Gebote abgegeben werden können. Dazu ist allerdings eine Registrierung auf der Internetseite des Auktionshauses und ein Nachweis über die Zahlungskraft des Bieters nötig. Auch das kann im Internet erfolgen. Ende der Frist, bis zu der Gebote angenommen werden, ist der 6. April, 12 Uhr.
Das Auktionshaus hat in der Region ein weiteres Objekt im Angebot. Am Sonnabend wird von der Karhausen AG in Berlin die Gutshausanlage in Trebatsch versteigert. Dann kommen neben dem Gutshaus selbst, einem alten Speicher auch ein Stallgebäude, das alte Lehrlingswohnheim und das frühere Ausbildungszentrum für Rinderzüchter und Agrartechniker unter den Hammer. Auf dem über 12 000 Quadratmeter großen Grundstück stehen zudem ein saniertes und voll vermietetes Mehrfamilienhaus. Das Mindestgebot für die gesamte Anlage liegt bei 208 000 Euro. (gar)