Gerhard Thien von der Scheibler GmbH, die Inhaber der Seniorenresidenz ist, kommt gerade aus der Baubesprechung: "Wir treffen uns jede Woche, um die Arbeiten möglichst gut abzustimmen." Derzeit sei die Bodenplatte in Vorbereitung: "Insgesamt 78 Tonnen Eisen wurden dafür verbaut, demnächst wird der Beton gegossen." Auf die Frage nach der Terminkette für die Bauarbeiten antwortet Thien: "Wir liegen einigermaßen gut im Zeitplan."
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Kein Einfluss durch Coronavirus

Parallel wird auf der Fläche zwischen Straße und Gutshaus selbst gebaut. "In der Zeit, in der oben die Bodenplatte trocknet, machen wir hier weiter und bereiten alles für das Fundament vor." So werde Leerlauf vermieden. Auf dieser Fläche entstehen drei Häuser mit insgesamt 59 barrierefreien Wohnungen mit je einer Größe von 50 bis 55 Quadratmetren, integrierter Küche und Notknopf sowie Aufzügen, die sowohl von Senioren, aber auch von Pflegepersonal bewohnt werden können.
Die Frage, ob die Bauarbeiten von der Corona-Pandemie beeinträchtigt werden, verneinen sowohl Bauherr Gerhard Thien als auch Alexander Kurylyszyn von der Firma Kurylyszyn Bau aus Beeskow, die mit viel Manpower auf der Baustelle vertreten ist. Die Bauarbeiter würden nicht aufeinander sitzen, jeder habe an anderer Stelle zu tun. Lediglich zu der Entscheidung, ob es eine festliche Grundsteinlegung geben werde, konnte sich der Bauherr noch nicht abschließend positionieren: "Höchstwahrscheinlich werden wir aber wegen der Pandemie darauf verzichten. Im Ausgleich machen wir dafür dann aber im Sommer ein tolles Richtfest."
Nach wie vor ist der Geschäftsbeginn der Seniorenresidenz für 2021 vorgesehen. Die Verträge mit dem künftigen Betreiber, der Michael Bethke Gruppe, sind schon längst unter Dach und Fach. Der Unternehmer Michael Bethke gründete sein Unternehmen 1993. Unter dem Motto "Wir pflegen Menschlichkeit" unterhält die Firma beispielsweise Standorte in Oranienburg, Blankenfelde-Mahlow, Liebenwalde und Berlin, wo die Gruppe ihren Hauptsitz hat.
Die Verwaltungszentrale des Seniorenparks wird in das Hotelgebäude Märkisches Gutshaus integriert. "Zehn Zimmer bleiben für den Hotelbetrieb weiterhin erhalten, können aber auch von Angehörigen und Freunden, die hier jemanden besuchen, gemietet werden. Auch das Restaurant bleibt geöffnet", so der Unternehmer. Den Bewohnern des Parks werde ermöglicht, Hotelräumlichkeiten für Feiern wie Geburtstage oder Familientreffen zu nutzen.

Vermarktung läuft bereits

Und auch sonst gehen Gerhard Thien die Ideen nicht aus. Für den 18 000 Quadratmeter großen Park hat er sich überlegt, ein paar Obstbäume zu pflanzen und ein auch ein paar Beete anzulegen: "Dann können die Bewohner, denen gärtnerisches Arbeiten Spaß bereitet, ein wenig pflanzen, sich mit der Natur beschäftigen und vielleicht sogar Marmelade kochen."
Die Vermarktung für das Objekt läuft bereits. Über die Internetseite des BarbaraParks können sich Interessierte ein Bild von dem machen, was auf dem Grundstück entsteht. Unter dem Titel "Gemeinsame Aktivitäten machen den Tag bunter", werden Vorteile wie der Service für eine gesamtheitliche Betreuung der Senioren, das viele Grün und die Nähe zur Natur beschrieben.
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