Mit der Investition wolle der Kreis den Schulstandort Beeskow zukunftssicherer machen, sagte Landrat Manfred Zalenga mit Blick auf die demografische Entwicklung und der nächsten von Potsdam aus geplanten Kreisreform, bei der auch der Kreisstadtstatus von Beeskow auf dem Spiel stehen könnte. Er erinnerte an die ursprünglichen Pläne, das Dachgeschoss des derzeitigen Schulgebäudes auszubauen, was aber aus Kostengründen wieder verworfen wurde. Mit seinem zweiten Beschluss habe sich der Kreistag für den Neubau entschieden, der sich architektonisch in das denkmalgeschützte Gesamtensemble einfüge.
Schulleiter Klaus-Jürgen Teichert und Schulsprecherin Julia Schlichting bedankten sich bei der Kreisverwaltung und den Abgeordneten für die Entscheidung, neu zu bauen, auch wenn die Schule lange darauf habe warten müssen. Zwar würden die Lehrer nun ihre "geliebten Parkplätze" verlieren, aber die Schüler gewännen mehr Raum für den Teilungsunterricht und vorbereitende Arbeite, so die Sprecherin.
Trotz des Neubaus sei noch genügend Grün da, sagte der Landrat, man müsse beim Bauen schließlich auch auf Funktionalität achten. Geplant haben das behindertengerechte Gebäude Focke-Architekten aus Potsdam. Dabei haben die Schüler mitreden und ihre Vorschläge einbringen dürfen. Auch die künftige rot-braune Fassade entspricht ihren Vorstellungen.
Am Beeskower Rouanet-Gymnasium, dessen Ruf sehr gut ist, lernen derzeit vierzügig rund 550 Schüler.