„Ich bin von unserer Gruppe gewählt worden“, sagt die junge Bürokauffrau, die durch ihren Lebensgefährten zu den Sicherheitspartnern gestoßen ist. Vor vier Jahren sei sie zu ihrem Freund nach Storkow gezogen, er war bei den Sicherheitspartnern integriert, und sie hat ihn manchmal bei den Einsätzen begleitet, zum Beispiel beim Treckertreffen. „Dann habe ich mir gedacht, da kannst du ja auch selbst mitmachen.“
Die Augen aufhalten und Auffälliges registrieren, das ist eine der wichtigsten Aufgaben der Sicherheitspartner in der Stadt Storkow, die es bereits seit 1994 gibt. Storkow war seinerzeit vom Polizeipräsidium Frankfurt (Oder) für einen Modellversuch ausgewählt worden. Zunächst konzentrierten sich die Sicherheitspartner damals auf den Schutz des Friedensdorfes, den Kampf gegen Umweltdelikte wie illegale Müllverkippung, die Unterstützung der Verkehrssicherheit sowie die Sicherheit in den Bungalowsiedlungen. Als weiterer Schwerpunkt kam später die Prävention bei der Bekämpfung von Straftaten hinzu. Dabei führen die Sicherheitspartner während der Schwerpunktzeiten zu Fuß oder mit dem Auto Streifen durch. Als Ausrüstung haben sie lediglich ihr Handy dabei. Doch „Streife“ ist nur ein Teil ihres Betätigungsfeldes. Die Sicherheitspartner unterstützten die Polizei zum Beispiel auch bei Fahrradkontrollen und bei der Sensibilisierung der Bevölkerung in Sicherheitsfragen. Bei großen Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Radscharmützel helfen die Mitglieder der Gruppe bei der Absicherung.
Derzeit gibt es in Storkow sieben Sicherheitspartner der Polizei im Alter von 24 bis 57 Jahren. „Einmal im Monat treffen wir uns und besprechen die Einsätze“, schildert Ariane Stock. „Wir haben einen sehr engen Kontakt zur Revierpolizei, zum Ordnungsamt und auch zur Bevölkerung. Viele geben uns Hinweise, nicht jeder geht gern gleich zur Polizei.“ Die Einsätze der Sicherheitspartner per Auto bzw. zu Fuß, die immer zu zweit stattfinden, werden bei der Polizei angemeldet und seien darüber auch versichert, so Ariane Stock.
Warum sie sich selbst ehrenamtlich so engagiere? Ariane Stock lacht: „Ich bin so jemand, der immer an das Gute im Menschen glaubt. Und ich habe die feste Überzeugung, dass wir als Gemeinschaft etwas für die Sicherheit in Storkow tun können. Da bin ich Optimist.“ Über Verstärkung bei den Sicherheitspartnern würde sie sich riesig freuen, sagt die Sprecherin Ariane Stock. „Jeder, der hier mittun möchte, ist uns herzlich willkommen. Der Interessent muss volljährig sein, darf keine Straftaten begangen haben und muss einen Führerschein besitzen.“
Interessenten an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit können sich unter der Adresse sicherheitspartner@storkow.de melden. Hier haben auch Bürger die Möglichkeit, ihre Hinweise und Anregungen loszuwerden. Wer sich anonym zu einer Sache äußern möchte, kann dies auch über einen der zwei Briefkästen der Sicherheitspartner tun. Einer befindet sich am Rathaus und ein weiterer am Wochowseer Weg 1.