Klaus Kilian, geboren 1948, lebte ab 1973 für drei Jahre in Sydney, wo er bei der deutschsprachigen Zeitung "Woche in Australien" ein Volontariat absolvierte. Was ihn heute besonders freue, sei das Interesse von deutschen Jugendlichen für Australien: "Ich finde das super, dass die sich mit dem Rucksack aufmachen und die Welt entdecken", betont der Journalist.
Die zwei Kapitel, die er in Trebatsch vorstellte, beschäftigen sich mit der Geschichte der Entdeckung und Erforschung des fünften Kontinents. Dabei durfte natürlich auch Leichhardt nicht fehlen. Wie schon bei vergangenen Besuchen, brachte Kilian auch dieses Mal dem Trebatscher Museum übrig gebliebene Dokumente seiner Recherchen mit. Darunter sind auch in einem Buch erschienene Leichhardt-Briefe aus dem Jahr 1881: "Dieses Buch gibt es nur einmal in Deutschland, ich habe dann noch ein Exemplar aus Chicago ergattert", so Kilian.
Eine Hiobsbotschaft hat das Leichhardt-Museum momentan zu verdauen: Die Stelle der Mitarbeiterin, die unter dem Arbeitsmarktprogramm "sozialen Teilhabe" bisher für die festen Öffnungszeiten am Donnerstag sorgte, wurde laut André Parade, Vorstand der Leichhardt-Gesellschaft, nicht verlängert. "Damit können wir ab Juni zum ersten Mal in der Geschichte des Museums keine festen Öffnungszeiten mehr sicherstellen", bedauert er. Wer das Museum besuchen möchte, muss sich rechtzeitig telefonisch unter 0175 9683070 anmelden. Das Ludwig Leichhardt-Museum Trebatsch ist am Sonntag, dem internationalen Museumstag, von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Eintritt ist frei.