Corona und das Impfzentrum standen im Mittelpunkt des Berichts von Landrat Rolf Lindemann an den Kreistag. Er zeigte sich erleichtert, weil die Infektionszahlen rückläufig sind, warnte vor Euphorie, weil die hochinfektiöse britische Virusmutation auch im Landkreis schon aufgetreten ist. Außerdem ging er auf das Impfkonzept des Kreises ein, das nun im Land vorliegt. Ob es akzeptiert wird, ist noch nicht abschließend zu sagen. Er habe aber schon signalisiert bekommen, dass sich „die Begeisterung darüber in Grenzen hält“. Es gebe da neben vielen anderen auch ganz persönliche Interessen.

Personal fehlt für Impfstelle


Auch die Kassenärztliche Vereinigung ist skeptisch, die Johanniter haben erklärt, nicht genügend Personal für die Umsetzung des Vorhabens stellen zu können. Das geht aus einer Anlage für das Impfkonzept schon hervor. Das Angebot des Landes, im Kreis ein Impfzentrum einzurichten, sei ein „hohler Vogel“ gewesen, erklärte der Landrat.
Die Abgeordneten bat Lindemann um Unterstützung. Man müsse den Menschen, die verunsichert seien und Ängste hätten, jetzt Zuversicht geben. Und wenn es genügend Impfstoffe gebe, müsse auch die Infrastruktur stehen, die Impfungen durchzuführen, mahnte er.
Derweil meldet das RKI am Donnerstag für den Landkreis 38 neue Corona-Infektionen und einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Infektion. Insgesamt sind damit im Kreis 242 Todesfälle zu beklagen. Aktuell gelten im Kreis 282 Personen als akut infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht auf 61,0 gestiegen.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.