Es sind nur ein paar Zehntelpunkte, aber es ist geschafft. Nach Monaten sinkt im Landkreis Oder-Spree die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz auf 34,7. Diesen Wert meldet das RKI am Mittwoch Damit ist die zuletzt von der Politik immer wieder für Lockerungen notwendige Inzidenzzahl von 35 unterschritten. Zu verdanken ist das vor allem der Tatsache, dass am Dienstag keine Neuinfektionen zu verzeichnen waren und auch am Tag danach ganze vier neue Infektionsfälle.
Oder-Spree ist damit der Landkreis in Brandenburg mit der niedrigsten Inzidenzzahl. Lediglich die kreisfreien Städte Potsdam (31,1) und Frankfurt (Oder) (31,2) melden noch etwas niedrigere Werte. Die Inzidenz für das ganze Bundesland liegt bei 63,1. Im bundesweiten Vergleich Bundesweit haben 73 Kreise und kreisfreie Städte einen niedrigeren Inzidenzwert als Oder-Spree.
Gründe für die jetzige Entwicklung gibt es sicher viele. So war die überdurchschnittlich hohe Inzidenz im Kreis, die im Dezember herrschte, der Rekordwert lag über 400, vor allem auf Infektionsausbrüche in Senioren- und Pflegeheimen zurückzuführen. Dort waren auch viele Todesfälle zu verzeichnen. Mit den jetzt angelaufenen Impfungen hat sich die Lage dort aber stabilisiert.
Offen ist weiter, wie es im Kreis mit den Impfungen gegen Corona weitergeht. Im Landkreis gibt es nach wie vor kein eigenes Impfzentrum. Ob und in welcher Form ein solches aufgebaut wird, ist auch davon abhängig, wie schnell die Impfungen jetzt in die Hausarztpraxen verlagert werden können.
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