Obwohl das Robert-Koch-Institut für den Landkreis Oder-Spree am Dienstag lediglich zwei Corona-Neuinfektionen meldet, ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut gestiegen. Sie wird aktuell mit 70,5 angegeben. Hintergrund ist, dass es vor einer Woche sogar nur ein neuer Infektionsfall erfasst worden war. Kumuliert sind in Oder-Spree seit Beginn der Pandemie 5651 Menschen nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert worden.
Im Zusammenhang mit der Infektion gibt es im Kreis auch einen neuen Todesfall. Damit sind mittlerweile 251 Menschen im Kreis an oder mit dem Virus gestorben.
Am Tag zuvor hatte der Kreis gemeldet, dass in den Krankenhäusern aktuell 29 Covid-Patienten behandelt werden. Drei der Erkrankten lagen auf einer Intensivstation, zwei von ihnen mussten invasiv beatmet werden. Das Gesundheitsamt des Kreises hat zudem für 680 Einwohner des Kreises eine häusliche Quarantäne angeordnet, um eine weitere Virusausbreitung zu verhindern.
Außerdem ist mittlerweile eine Debatte über die Ermittlung der Inzidenzwerte und den Umgang damit entbrannt. Während es bislang hieß, dass die Lockdown-Lockerungen beim Überschreiten der 100 an drei Tagen in Folge zurückgenommen werden, will Brandenburg den Wert auf 200 erhöhen. Der Frankfurter Bürgermeister René Wilke hat zudem angekündigt, heute mit den Landräten von Märkisch Oderland und Oder-Spree darüber zu sprechen, ob nicht die Ausweisung einer regionalen Inzidenz sinnvoller sei. Hintergrund ist die hohe Zahl der Pendler zwischen den Kreisen und der kreisfreien Stadt.
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