Der Landkreis Oder-Spree weist die geringste Corona-Inzidenz in ganz Brandenburg auf. Ganze 82 in den vergangenen sieben Tagen gemeldete Neuinfektionen lassen den Wert auf 45,9 sinken. Damit ist Oder-Spree der erste Landkreis in Brandenburg, der den für viele Einschränkungen maßgeblichen Inzidenzwert von 50 unterschreitet. Das gilt aktuell außerdem nur noch für die Landeshauptstadt Potsdam, die eine Inzidenz von 47,7 meldet.
Offen ist allerdings, ob der relativ niedrige Inzidenzwert in den kommenden Tagen bestätigt wird. Denn sowohl am Sonntag wie auch am Montag meldet das RKI für Oder-Spree keine neuen registrierten Infektionsfälle. Ob das bedeutet, dass es keine gab, oder am Wochenende keine Werte an das RKI übertragen wurden, ist noch offen. Der Landkreis vermeldet am Sonntag dazu: Neue Fälle wurden über den zum Monatsbeginn veränderten Meldeweg nicht erfasst.

Umstellung auf eine neue Software sorgte für Verwirrung

Die Umstellung des Meldeweges, bisher an das Land, jetzt über eine andere Software direkt an das RKI, hatte bereits in der vergangenen Woche für Verwirrung gesorgt, weil die Zahl der an oder mit Corona Verstorbenen von 229 auf 168 gesunken war. Das ist mittlerweile korrigiert. „Erfasst wurden 39 Todesfälle, die nach einer Anfang dieser Woche im Land Brandenburg erfolgten Umstellung des Meldeweges auf die Software des Robert Koch-Instituts in dieser Datenbank zunächst nicht enthalten waren. Durch diese Korrektur liegt die Anzahl der zu beklagenden Todesfälle bei 233. Damit entspricht auch dieser Wert jetzt annähernd wieder den Daten vor der Anpassung des Meldesystems“, teilt der Kreis mit.
Aktuell gelten in Oder-Spree 294 Menschen als am Corona-Virus infiziert. Aktuelle Zahlen zu verhängten Quarantänemaßnahmen gibt es derzeit nicht.
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