Landrat Rolf Lindemann spricht in seinem jüngsten Geschäftsbericht von einer unerträglichen Zahl der Sterbefälle, die es in Oder-Spree im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gegeben habe. Man dürfe jetzt zumindest die Hoffnung haben, dass diese mit den begonnen Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen nicht weiter mit den gesehenen Raten ansteigen werde.
Und in der Tat, schaut man genau in die Statistik, sind es überwiegend alte Menschen, die im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion sterben. Bei der absoluten Zahl der Infektionen liegen aber andere Generationen vorn.

Die drei Altersgruppen

Nach Angaben des RKI haben sich mit dem am Dienstag neu gemeldeten Fall 5351 Menschen mit dem Virus infiziert. 2261 von ihnen gehören zur Altersgruppe der 35 bis 59-Jährigen. In dieser Gruppe gab es acht Todesfälle. Eine Frau und sieben Männer sind betroffen.
Vergleichbar hoch sind die absoluten Infektionszahlen in zwei weiteren Altersgruppen. 994 Fälle werden bei den 15 bis 34-Jährigen gezählt. Bei den 60 bis 79-Jährigen Bewohnern des Kreises gab es 1034 Infektionen. Während aber in der ersten Altersgruppe überhaupt keine Todesfälle vorkamen, starben in der zweiten Gruppe 49 der Betroffenen, 34 Männer und 15 Frauen.
Die höchsten Todeszahlen sind bei den über 80-jährigen Menschen zu verzeichnen. In dieser Altersgruppe sind im Landkreis 791 Infektionen mit dem Corona-Virus nachgewiesen worden. Die Zahl der Gestorbenen beläuft sich auf 186. Eine ähnliche Verteilung der Infektions- und Todeszahlen gilt auch für ganz Deutschland.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.