Landrat Rolf Lindemann hat auf Nachfrage bestätigt, dass einige Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes bereits die erste Corona-Impfung erhalten haben. Es handele sich um Mitarbeiter die dienstlich regelmäßig in Krankenhäusern und Seniorenheimen tätig seien und damit zur besonders gefährdeten Gruppe gehören. Das sei richtig und wichtig gewesen. „Schließlich muss der Laden hier laufen“, so der Landrat mit Blick auf Kritiker dieser Maßnahme.
Diese steht auch im Einklang mit den Impfempfehlungen des Bundes. Dort sind Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst zwar in der Gruppe 2 (hohe Priorität) aufgelistet. Zur Gruppe 1 gehören neben Senioren über 80 aber auch Beschäftigte mit „infektionsrelevanten Tätigkeiten“. Dazu zählen diese Gesundheitsamtsmitarbeiter. Die Impfungen der Amtsmitarbeiter erfolgten wie berichtet vor allem im Krankenhaus Beeskow.

Impfdosen-Überschuss wurde verwendet

Sozialdezernenten Angelika Zarling erklärte, dass zudem Impfdosen verwendet wurden, die beispielsweise bei Impfungen in Seniorenheimen übrig geblieben seien.
Der Landkreis Oder-Spree meldet indes am Donnerstag einen weiter gesunkenen Inzidenzwert. Dieser liegt jetzt bei 90,6. In den letzten 24 Stunden wurden im Kreis 39 Corona-Neuinfektionen gezählt. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Infektion verstorbenen Menschen ist um sechs auf 226 gestiegen. Kumuliert haben sich im Landkreis seit Beginn der Pandemie 5068 Menschen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert.
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