Im Landkreis Oder-Spree sind derzeit 421 Menschen nachweislich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert. Im Laufe des gestrigen Tages wurden 25 neue Fälle vom Gesundheitsamt erfasst. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt damit weiter und liegt nun bei 79,4. Der Wert nähert sich damit dem von Landrat Rolf Lindemann in der letzten Kreistagssitzung 2020 für das Jahresende ausgegebenen Wert von 75.

4444 Corona-Infizierte geheilt

Kumuliert wurden seit Beginn des Pandemiegeschehens im Landkreis 5093 Personen mit dem Coronavirus infiziert worden. Bisher gelten 4444 Infizierte als geheilt. Wie das Gesundheitsamt meldet, sind zwei weitere Personen im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen verstorben. Damit sind im Kontext mit dem Coronavirus jetzt 228 Todesfälle im Kreis Oder-Spree zu beklagen. Das ist mit Abstand die höchste Zahl in Brandenburg. Zur Reduzierung von Infektionsrisiken hat das Gesundheitsamt aktuell für 986 Personen Quarantäne angeordnet. Diese Zahl war am Donnerstag erstmals seit Wochen wieder unter 1000 gesunken.
Angesichts des Rückgangs der Coronavirus-Fallzahlen ist der Einsatz von Mitteln des Katastrophenschutzes zur Unterstützung von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen nach Ansicht der Kreisverwaltung nicht mehr erforderlich. Die Katastrophenschutzbehörde hat daher das Großschadenereignis Massenanfall von Erkrankten aufgehoben. Das war am 21. Dezember festgestellt worden. Bei hohem Patientenaufkommen in den Kliniken konnten so Katastrophenschutzeinheiten bei der Verlegung von schwerkranken Covid-19-Patienten helfen sowie Entlastungs- und Dialysefahrten absichern.
Die für das Gesundheitsamt zuständige Sozialdezernentin Angelika Zarling erklärte, dass es im Amt selbst aktuell keine Mitarbeiter gibt, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Es gebe derzeit auch keine Mitarbeiter in Quarantäne. Die durch die rückläufigen Infektionszahlen leichter werdende Kontaktverfolgung werde dazu genutzt, einige Mitarbeiter in ihre ursprünglichen Ämter und Aufgabenbereiche zurück zu schicken. Außerdem werden Überstunden abgebaut.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.