Die Corona-Inzidenz in Oder-Spree steigt kontinuierlich weiter. Am Donnerstag werden für den Kreis 49 neue Infektionen gemeldet. Der Inzidenzwert liegt damit bei 111,3. Am Vortag hatte er mit 105,7 erstmals seit Wochen wieder den Wert von 100 überschritten. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit nachweislich 5909 Bürger des Kreises mit dem Virus infiziert. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorbenen Menschen stieg um eine auf 258.
Mit der steigenden Zahl der Neuinfektionen schickt der Kreis auch wieder mehr Menschen in eine häusliche Quarantäne. Mit Stand 17. März waren davon im Kreis 940 Personen betroffen. Gleichzeitig wurden nach den im Gesundheitsamt vorliegenden Meldungen in den Krankenhäusern im Landkreis Oder-Spree 43 Patienten mit Corona-Symptomen stationär behandelt, davon sieben auf der Intensivstation.
Landrat Rolf Lindemann erklärte zudem auf Nachfrage, dass es viele Infektionshotspots in Gemeinschaftseinrichtungen gebe. Betroffen seien Kitas, Schulen und Seniorenheime. Gerade letzterer Fakt mache ihm große Sorge und betrübe ihn, da die Menschen in diesen Einrichtungen eigentlich durchgeimpft seien. Allerdings haben sich offenbar aus persönlichen oder medizinischen Gründen nicht alle Bewohner und Pflegekräfte impfen lassen. Es dürfe nicht passieren, dass nicht geimpfte Mitarbeiter auf nicht geimpfte Bewohner treffen, so der Landrat. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Kreis zudem bestätigt, dass auch doppelt geimpfte Senioren später wieder positiv auf Corona getestet wurden.
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