Im Landkreis Oder-Spree gibt es jetzt in allen Verwaltungseinheiten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Bei den am Freitag gemeldeten sechs verstorbenen Personen ist auch ein Bürger aus dem Amt Odervorland betroffen. Insgesamt sind in Oder-Spree nun 150 Menschen an oder mit dem Virus verstorben. Die meisten Todesfälle sind mit 42 in Eisenhüttenstadt zu verzeichnen.
Am Freitag hat das Gesundheitsamt des Kreises zudem 98 neue Infektionsfälle gemeldet, die innerhalb von 24 Stunden erfasst wurden. Damit sind aktuell 875 Menschen nachweislich infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 261,2. Seit Beginn der Pandemie wurden 4317 Personen in Oder-Spree positiv getestet. 3292 der Betroffenen gelten als inzwischen wieder genesen. Zur Reduzierung des Infektionsrisikos hat das Gesundheitsamt aktuell für 1916 Personen eine häusliche Quarantäne angeordnet.
Mit dem Inzidenzwert liegt Oder-Spree aktuell im Brandenburger Durchschnitt. Allerdings sind in keinem anderen Kreis und keiner kreisfreien Stadt insgesamt so viele Menschen infiziert und gestorben wie hier. Die kumuliert höchsten Infektionszahlen weisen die einwohnerstärksten Kommunen Fürstenwalde (674) und Eisenhüttenstadt (562) auf. In Beeskow haben sich seit Beginn der Pandemie 221 Menschen infiziert, in Storkow 217.
Zahlen zu geimpften Personen im Kreis liegen noch nicht vor. Das Beeskower Krankenhaus hat angekündigt, am 13. Januar mit der Impfung der Mitarbeiter zu beginnen.
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