Im Landkreis Oder-Spree steigt die Zahl der Personen, die sich wegen einer möglichen Corona-Infektion in häuslicher Quarantäne befinden, weiter an. Aktuell ist die Quarantäne vom Gesundheitsamt für 1695 Personen angeordnet worden, das sind 71 mehr als noch vor einem Tag. In der selben Zeit wurden vom Amt 34 neue positive Corona-Tests erfasst. Damit gelten aktuell 557 Personen als akut infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht auf 154,4 gesunken. Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion aufgetretenen Todesfälle bleibt konstant bei 20.
Vom Infektionsgeschehen ist weiterhin der gesamte Kreis flächendeckend betroffen. Aus fast allen Kommunen wurden einzelne neue Infektionen gemeldet, ein Schwerpunkt liegt weiterhin in Fürstenwalde. Landrat Rolf Lindemann hat in seinem Bericht an den Kreistag eingeschätzt, dass „größere Infektionsherde quasi aus dem Nichts aufbrechen und sich in einer bisher nicht beobachteten Dynamik ausbreiten“. Ziel seiner Verwaltung sei es, die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis bis zum Jahresende auf 75 zu begrenzen. Dies sei ein sehr ehrgeiziges Ziel, schließlich müsse man dafür das Infektionsgeschehen im Kreis mehr als halbieren.
Lindemann erklärte, dass es der falsche Ansatz sei, jede einzelne Maßnahme der Eindämmungsverordnung in ihrer Wirksamkeit zu hinterfragen. Diese seien vielmehr als Gesamtkonzept zur Eindämmung der Pandemie zu verstehen, die in der Summe wirksam sind.
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