Im Landkreis Oder-Spree sind mittlerweile 34 Personen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Allein am Donnerstag meldete der Landkreis sieben neue Todesfälle. Außerdem wurden vom Gesundheitsamt 101 neue Infektionen registriert. Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 270,1. Kumuliert gibt es damit 2045 Coronafälle in LOS, mehr als in jedem anderen Brandenburger Landkreis. Nur die Landeshauptstadt Potsdam selbst zählt mehr Fälle.

Kreisgesundheitsamt mit Melderückstand bei RKI

Bei der Angabe des Inzidenzwertes kann man sich derzeit nur auf die Angaben des Landkreises verlassen. Die Zahlen des RKI-Dashboards, das ebenfalls täglich erneuert wird, hinken der Wirklichkeit weit hinterher. Das RKI meldet am Donnerstag für LOS einen Wert von 69,9. Das liegt daran, dass das Gesundheitsamt des Kreises wegen der Vielzahl der Fälle mit der Meldung an das RKI nicht hinterherkommt. Das bestätigte die Kreissozialdezernentin Angelika Zarling.
Der Kreis melde demnach alle erfassten Fälle an das Land. Für die RKI-Meldung sei aber eine andere Software mit weiteren Angaben zu den Einzelfällen zu nutzen und auszufüllen. Das werde derzeit nicht geschafft. Sie gehe davon aus, dass dies auch in anderen Landkreisen der Fall sei.
Das RKI bestätigt, dass es einen Meldungsrückstand gibt. Wenn die Daten, die immer mit einem Erfassungsdatum des Landkreises versehen seien, nachgeliefert werden, würden sie rückwirkend in die Statistik aufgenommen, so das RKI. Generell gelte, dass die Behörden im Landkreis immer über die aktuellsten Zahlen verfügen würden.
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