Die Notbetreuung seit Mitte März habe besonders viele personelle Ressourcen gebunden, betonte Jugendamtsleiter Philipp Lampert gleich zu Beginn. In den ersten Tagen seien täglich bis zu 180 Anträge eingegangen, das Personal zu deren Bearbeitung darum verdoppelt worden. Insgesamt sind laut Lampert 3259 Bewilligungen erteilt worden. Die nur 315 Absagen zeigten, dass von Eltern kaum chancenlose Anträge gestellt worden seien. Per "Problemanzeige" meldeten bislang bereits 44 von 140 Kitas im Kreisgebiet, dass sie schon jetzt keine Kinder mehr aufnehmen können.

Stufenweise dürfen mehr Kinder betreut werden

Seit Ende Mai gilt statt Notbetreuung "eingeschränkter Regelbetrieb". Stufenweise dürfen mehr Altersgruppen betreut werden. Die Gruppenrichtwerte liegen nun, noch einmal erweitert, bei acht Kindern in der Krippe, 13 im Kindergarten und 18 im Hort. Vorausgesetzt, Mindestabstände können eingehalten werden. Zusätzlich aber erschwert der Mangel an einsatzfähigen Fachkräften, die nicht zur Risikogruppe gehören, den Öffnungs-Prozess. Mit Stand  Freitag gibt es in Oder-Spree noch vier aktive Corona-Fälle. Insgesamt wurden seit Krankheitsausbruch 134 Infektionen bestätigt. 128 der Erkrankten sind geheilt, zwei verstorben.