Wie bereits im Frühjahr sollen Bundeswehrangehörige im Gesundheitsamt Oder-Spree helfen, die Kontaktpersonen von positiv auf das neue Coronavirus getesteten Personen zu ermitteln. Ein entsprechendes Ersuchen, so bestätigt es ein Sprecher der Kreisverwaltung, sei bereits am 3. Oktober abgeschickt worden. Eine Antwort stehe allerdings noch aus.
Der Personalaufwand für die Kontaktermittlung steigt aktuell wieder an. Neben den aktuell 48 „aktiven Infektionen“ im Kreis ist für 154 in Oder-Spree gemeldete Personen eine häusliche Quarantäne angeordnet. Die gilt beispielsweise für direkte Kontaktpersonen von Infizierten und Rückkehrer aus Risiko-Reisegebieten im Ausland.

Kein Kita- und Schulverbot für Kinder von Helios-Mitarbeitern

Widersprochen hat der Landkreis der Aussage, dass es ein Kita- und Schulverbot für Kinder von Mitarbeitern des Helios-Klinikums gebe, so lange diese kein negatives Testergebnis vorweisen können.
Man habe am Dienstag noch einmal ausdrücklich festgelegt, dass beispielsweise Kinder von Ärzten, Pflegern und Schwestern des Klinikums ganz normal in die Kindereinrichtungen gehen können, so Christian Stauch, persönlicher Referent des Landrats.

Freiwillige Testung der Klinikum-Mitarbeiter

Dass alle Mitarbeiter des Klinikums getestet werden, hatte das Haus selbst entschieden, nachdem dort mehrere Corona-Fälle aufgetreten waren. Die Tests seien nicht behördlich angeordnet gewesen. Zudem, so Stauch, würden dort auch nur die Mitarbeiter mit einem positiven Testergebnis direkt informiert, wer negativ getestet werde, könne dies gegenüber der Kita gar nicht schriftlich nachweisen. Eine solche Testergebnisvorlage hatte beispielsweise die Gemeinde Tauche mit Verweis auf eine entsprechende Forderung des LOS-Gesundheitsamtes gefordert.
Im Vergleich zum Vortag kamen im Bad Saarower Klinikum am Mittwoch zwei weitere positive Testergebnisse bei Mitarbeitern hinzu. Infiziert sind nun 19 Beschäftigte, außerdem 16 Patienten.