Das Kreis-Gesundheitsamt in Beeskow wird seine Kapazitäten in der Kontaktpersonennachverfolgung weiter aufstocken. Zusätzlich zum Kernteam des Gesundheitsamtes, den zehn bestehenden Fallteams und den zehn Bundeswehrsoldaten, die das Gesundheitsamt derzeit unterstützen, werden ab Freitag weitere zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Verwaltung dem Gesundheitsamt bei der Aufgabenerfüllung helfen. Darüber informiert die Kreisverwaltung.

Sieben-Tage-Inzidenz in Oder-Spree bei 81,7

Unterdessen ist die Zahl der Covid-19-Infektionen innerhalb eines Tages um weitere 30 gestiegen. Kumuliert liegt die Zahl der registrierten positiven Fälle damit bei 638. Als geheilt gelten 401 Personen, zehn Todesfälle sind zu beklagen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 81,7 gestiegen.
„Wir sind in einer sehr besorgniserregenden Situation, die meine Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt, aber auch niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser und Labore extrem fordert. Das Infektionsgeschehen im Landkreis gestaltet sich diffus. Es wird immer schwieriger, konkrete Infektionsketten zu erkennen und es ist sehr aufwendig, Kontakte nachzuvollziehen“, erläutert Dr. Ricardo Saldaña-Handreck, Leiter des Gesundheitsamtes Oder-Spree.

Pro Tag verfolgt Gesundheitsamt 600 Kontakte nach

Waren es bei der ersten Welle in der Zeit des Lockdowns im Durchschnitt zwei bis vier Kontaktpersonen pro Infiziertem, setzen sich die Mitarbeitenden nun pro infizierter Person mit zehn bis 30 Kontaktpersonen in Verbindung. Pro Tag werden so bis zu 600 Kontakte im Gesundheitsamt nachverfolgt.
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