Erneut muss der Landkreis Oder-Spree einen Rekordanstieg bei den Corona-Neuinfektionen melden. Innerhalb von 24 Stunden kamen 38 neue bestätigte Fälle hinzu. Auch wenn Fürstenwalde mit kumuliert 155 Infektionen seit Pandemiebeginn einen Schwerpunkt bildet, kann man nicht von einem Hotspot sprechen, die Infektionen verteilen sich auf das gesamte Kreisgebiet. Lediglich in der Gemeinde Tauche gibt es aktuell keinen aktiven Infektionsfall. Die Sieben-Tage-Inzidenz hat mittlerweile einen Wert von 80,5 erreicht. Mit 211 gibt es so viele aktive Infektionen wie noch nie zuvor.
Außerdem meldet der Kreis einen neuen Todesfall. Erneut ist eine ältere Person im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus gestorben.

Bundeswehr verstärkt Unterstützung in Oder-Spree

Um Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen nachverfolgen zu können, hat die Bundeswehr ihre Unterstützung aufgestockt. Statt bisher fünf arbeiten nun zehn Soldaten für das Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree, wie Amtsleiter Dr. Ricardo Saldana-Handreck im jüngsten Sozialausschuss mitteilte. Auch die Zahl der Mitarbeitenden aus der Kreisverwaltung werde erhöht. Denn: Die Verfolgung der mittlerweile sehr großen Kontaktketten gestalte sich angesichts der steigenden Infektionszahlen als schwierig.
Gleichzeitig gebe es Verzögerungen bei der Testauswertung. Das Labor, mit dem der Landkreis zusammenarbeite, könne täglich 1000 Tests bearbeiten. Im Kreis würden aktuell aber täglich rund 2400 Personen getestet.
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