Das 500-jährige Jubiläum von Günthersdorf feierten Bewohner am Sonnabend mit einem zünftigen Dorffest. Eigentlich wäre der exakte Termin erst am 8. Oktober, aber die Günthersdorfer wollten lieber im Sommer feiern, erzählte Ortsvorsteher Alfred Stahr. Trotzdem hatten sie mit dem Wetter beinahe Pech gehabt. Vor dem Festumzug mussten noch viele Teilnehmer Schirme aufspannen, denn es regnete kräftig. Doch als es dann los ging, zeigte sich die Sonne.
Den Festumzug, der von der ehemaligen Schule bis zum Dorfplatz ging, führte der Traditionsspielmannszug EKO aus Eisenhüttenstadt an.
Beim Umzug beteiligten sich Frauen in Trachten und viele Berufe waren vertreten. Fährmann, Imker, Arzt, Bauern und Bauarbeiter sowie Schützen in Uniform zeigten sich. Viele Anwohner säumten die Straße, es wurde reichlich fotografiert und gefilmt. Auf dem Dorfplatz angekommen, stellten sich alle Teilnehmer zu einem großen Gruppenfoto auf. „Der Umzug hat mir gefallen. Es haben sich viele Günthersdorfer beteiligt und alte Trachten und Verkleidungen getragen  – so wie man früher zur Arbeit gegangen ist“, lobte der Günthersdorfer Hartwig Richter.
695961
Bereits am Freitag war auf dem Dorfplatz eine Eiche gepflanzt worden. Der „Lebensbaum“, wie er auch genannt wird, soll immer an die 500-Jahrfeier der Günthersdorfer erinnern. Ein Stein mit passender Gravur ist in Arbeit und wird das Bild vervollständigen.
Für das leibliche Wohl gab es einen Grill und Getränkewagen. Beim Bierrutschen konnte man an einer fünf Meter langen Holzrutsche ein Glas möglichst knapp bis zur Kante schubsen. Am Abend legte der DJ Mathias Reschke bis spät in die Nacht Musik auf.
Auch für die Kindern wurde vieles geboten. Die Kleinen konnten sich mit Frisuren und Tattoos ausstatten lassen, konnten an Spielen teilnehmen. Außerdem gab eine Bastelmeile, auf der sie tierische Holzfiguren und Lichter  gestalten konnten. „Die romantischen Windlichter werden am Abend das Festzelt erleuchten“, sagte Kathleen Müller, die das alles mit anderen Eltern auf die Beine stellte.
Ein weiterer Höhepunkt war der Erste Brandenburger Einbahnenpokal im Feuerwehrsport, bei dem sich Feuerwehrleute im Löschangriff nass maßen.