Leichtathlet Hagen Pohle hat bei seiner Premiere im Geher-Weltcup der Männer eine Niederlage hinnehmen müssen. Im russischen Saransk erreichte er am Sonnabend über die 20-Kilometer-Distanz nach 1:28:58 Stunden auf Platz 73 das Ziel. "Damit bin ich logischerweise überhaupt nicht zufrieden", sagt der 20-Jährige. "Aber auch solche Erfahrungen müssen mal gemacht werden und können einen eigentlich nur besser machen."
Seine Bestzeit über die 20 km, die er vor wenigen Wochen im chinesischen Taicang aufstellte, beläuft sich 1:23:18 Stunden. Davon war er in Saransk, wo er eigentlich auf die Jagd nach der Olympianorm für London gehen wollte, mehr als fünfeinhalb Minuten entfernt.
"Leider sollte es diesmal nicht sein. Warum weiß ich allerdings auch nicht. Es gibt wahrscheinlich genügend Gründe, nicht die leichteste Strecke, nicht das beste Wetter, aber ich will keine Ausreden suchen. Ich war halt einfach nicht gut genug", berichtet der Beeskower, der für den SC Potsdam startet. "Schon nach fünf Kilometern haben die Beine richtig zugemacht. Ich wollte einfach nur noch ins Ziel kommen." Alles andere habe dann keine Rolle mehr gespielt. "Danke an alle, die mich unterstützt und mir die Daumen gedrückt haben", sagt der Kreisstädter, der von seinem Heimatverein SSV Rot-Weiß Friedland extra ein Motivations-T-Shirt als Glücksbringer bekommen und mit nach Russland genommen hatte. "Nun heißt es für mich, diesen Wettkampf erst einmal zu verdauen", sagt Hagen Pohle nach der für ihn "puren Qual" bei fast 30 Grad Celsius Lufttemperatur.
Heute Nachmittag will er wieder in der Heimat sein. Nach einer Woche Pause reist er dann ins Trainingslager nach Bulgarien. Ob es danach einen weiteren Wettkampf für ihn gibt, um die Olympianorm zu schaffen, steht noch nicht fest.