Anders ist es, wenn eine Straße erstmals erschlossen, also vollständig neu gebaut wird. In dem Fall ist festgeschrieben, dass die Gemeinde zehn Prozent der Kosten selbst tragen muss, der Rest auf die Eigentümer umgelegt werden kann. Auch diese Regelung steht allerdings in der Kritik. Außerdem ist es rechtlich bereits jetzt möglich, dass die Gemeinde einen höheren Kostenanteil übernimmt. Für Beeskow schlägt die Stadtverwaltung jetzt vor, den kommunalen Eigenanteil auf 50 Prozent zu erhöhen.
Der Vorschlag wird am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss erstmals öffentlich diskutiert. Dann geht es auch um die Prioritätenliste für die Sanierung und den Ausbau von Straßen in der Stadt und in den Ortsteilen. Beraten wird über die Entwicklung von Windeignungsgebieten, über Maßnahmen zur Vermeidung von Ärztemangel und über einen Beitritt zum Tourismusverband Seenland Oder-Spree.
Außerdem stehen die von der Fraktion BOB beantragte Einführung des Maerker-Systems und die Livestream-Übertragung von Sitzungen zur Diskussion. Im nichtöffentlichen Teil der Beratung soll die Zukunft der Wasserwelt gesprochen werden. Die Beratung des Hauptausschusses beginnt um 18 Uhr im Versammlungsraum des Rathauses.