Ab dem 1. Januar 2021 übernimmt die Stadt Beeskow die Hälfte der Kosten für die Essensversorgung von Kindern in Kindertagesstätten, Horteinrichtungen und Schulen. Wenigstens, sobald die Einrichtungen nach dem Lockdown überhaupt wieder öffnen können. Eine entsprechende Neuauflage der Richtlinie darüber hat die Stadtverordnetenversammlung am 15. Dezember in ihrer letzten Sitzung des Jahres 2020 mit eindeutiger Mehrheit beschlossen.

Prozentualer Zuschuss statt Festbetrag

Die Neuregelung war nötig geworden, weil Preissteigerungen bei den Caterern zu erwarten sind - unter anderem  aufgrund von corona-bedingten Einnahmeausfällen und steigenden Lohnkosten. Nach der alten Richtlinie hätten die Eltern der Kinder die Mehrkosten tragen müssen, weil der von der Stadt getragene Anteil auf 1,40 bzw. 1,60 Euro pro Essen festgeschrieben war. Nun wird der Zuschuss als prozentualer Betrag (50 Prozent je Mittagsmahlzeit) an den tatsächlichen Gesamtkosten (Essenlieferung und Essenausgabe) festgeschrieben. Nach der Vorberatung im Fachausschuss hat die Stadt Stellungnahmen sämtlicher Träger und Leiter eingeholt, die laut Kämmerer Steffen Schulze alle positiv ausgefallen waren. Christian Wernicke (BOB) schlug in der Sitzung eine Höchstgrenze für die Eltern vor. Die ist bislang aber nicht vorgesehen.
Die Richtlinie gilt ähnlich der Essensversorgung in den Kitas auch für Schulen, wo die Beauftragung der Essenslieferung durch die Stadt Beeskow erfolgt. Entsprechend der 50-Prozent-Regelung berechnen sich künftig auch hier Elternbeitrag und Essenszuschuss der Stadt.