Die Künstler - fast alle können damit kein Brot verdienen - haben vergangene Woche die Ausstellung aufgebaut, ein Video ist sogar erst in Friedland mit hiesigen Jugendlichen unter Leitung von Jérome Chazeix gedreht worden. Anton Schwarzbach lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt und die großzügige Unterstützung. Bürgermeister Thomas Hähle hat die jungen Berliner nach Friedland geholt und damit viel Mut bewiesen. Die Friedländer hat die Eröffnung am Sonnabend kaum interessiert. "Aber wir machen ja die Ausstellungen auch für unsere Touristen, die gern die Burg besuchen", sagt Hähle. Auf alle Fälle passe sie auf die Burg Friedland als multimediales Informations- und Begegnungszentrum.
Nach dem Rundgang, bei dem die jungen Künstler den rund 20 Gästen stets für Gespräche zur Verfügung standen, gab es noch eine kleine Lesung. Zitiert wurde aus "Prolog", das sind Hefte, in denen Künstler ihre Texte und Zeichnungen abdrucken können. Die Idee für dieses regelmäßig erscheinende Kunstheft hatte Anton Schwarzbach, er gibt es seit 2007 heraus. Schwarzbach ist der Sohn der bekannten Malerin und Bildhauerin Sabina Grizemek, Trägerin des Brandenburgischen Kunstpreises. Sie war am Sonnabend zu der Ausstellungseröffnung gekommen. Auch sie hat schon in Friedland ausgestellt und Bürgermeister Hähle nutzte die Kontakte für die Organisation der jetzige Exposition "Steine und Scherben".
Dorit Trebeljahr, ausstellende Künstlerin, freut sich aufs Wochenende und viele Besucher. Denn dann findet auf der Burg Friedland das Konzert "Jenseits von Millionen" statt, bei dem über 800 Jugendliche erwartet werden. Die Ausstellung steht für sie offen.