Er betonte, dass die Begriffe früher synonym verwendet wurden. „Heute aber brauchen wir eine Abgrenzung.“ Denn ein Forst sei im heutigen Verständnis bewirtschaftet, ein Wald unbewirtschaftet.
Er griff in seinem Vortrag die seiner Meinung nach zu strengen Naturschutz-Richtlinien zur Artenvielfalt im Wald auf: „Wenn wir den Artenrückgang in Deutschland stoppen wollen, sollten wir den Wald mal außen vorlassen.“ Schließlich seien nur etwa zehn Prozent der gefährdeten Arten im Wald zu finden.
Schulze plädierte dafür, die Begriffe Wald und Forst stärker voneinander abzugrenzen. Dagegen sprach sich Teilnehmer Jan Engel in einer Wortmeldung aus: „Ich bin nicht dafür, dass wir die Begriffe so kontrovers gegenüberstellen.“ Engel ist für die Öffentlichkeitsarbeit beim Landesbetrieb Forst Brandenburg zuständig. Er sei schon öfter bei der Fachtagung in Sauen gewesen, erzählt er: „Mir ist es wichtig, den Bürger für die Themen Wald und Forstwirtschaft zu begeistern“, sagt Engel. Nur zu informieren reiche mittlerweile nicht mehr.
Eine kleine Debatte löste Organisator Baldamus mit seinem Vortrag zum Thema „Gesellschaftliche Konflikte im Wald“ aus. Er stellte darin die These auf, dass sich vor allem der urbane Bürger vom Wald entfremdet habe. „Der Mensch in der Stadt hat total den Bezug dazu verloren, wie ein Produkt aus dem Wald entsteht.“
Dem widersprachen manche der Teilnehmer heftig. „Ich komme selbst aus dem Dorf und sehe, dass viele Berliner herauskommen und sich etwa in der Landwirtschaft vor Ort mit Ideen einbringen möchten“, sagte Raimund Steinhäuser von der regionalen Planungsgemeinschaft Oder-Spree. Die Dorfbevölkerung verschließe sich hingegen immer mehr der Bewirtschaftung von Flächen. Dieser Beobachtung wollte Baldamus, der selbst Waldbesitzer ist, nicht grundsätzlich widersprechen. In seinem Vortrag ginge es ihm aber vor allem um die  gesellschaftlichen Konflikte im Wald. „Und die sehe ich in der Stadt eher als auf dem Land.“
Die Tagung behandelte mit einem Vortrag zur Medienkampagne für Forstwirtschaft und Wald auch eine Herzensangelegenheit von Conrad Baldamus: „Wir sind alle in der Pflicht, uns zu überlegen, wie wir die Forstwirtschaft besser vermarkten können.“
Die Referenten reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an, etwa aus Hamburg, Freising und Potsdam. Viele der knapp 50  Tagungsteilnehmer kamen aus dem Berliner Raum. So auch Johannes Müller, der Revierförster am Stadtrand Berlins ist. Ihn habe das Thema der Tagung aus seiner täglichen Erfahrung heraus angesprochen. „Ich finde es wichtig, dass wir als Förster für die Waldnutzer vor Ort ansprechbar sind.“ Neue Techniken wie die sogenannte Harvester-Technologie zur Holzernte würden den Bürger, der den Wald als Erholungsraum aufsucht, verunsichern: „Er nimmt das als Zerstörung des Waldes wahr.“
Einem Zuruf aus dem Publikum, in dem sich ein Teilnehmer darüber beklagte, dass kaum noch Förster im Wald sichtbar seien, stimmte Müller zu: „Personalmangel ist auch bei uns ein Thema.“