Den Gefahrenabwehrplan, der auch innerhalb der Feuerwehr diskutiert wurde, hat das Fachbüro Forplan aus Bonn für die Stadt erstellt. Bei der Vorstellung des Papiers zeigte sich Planer Patrik Habeth von der Beeskower Wehr regelrecht begeistert. Stadt und Feuerwehr seien kontinuierlich bestrebt, den Gefahrenabwehrplan umzusetzen. Das sei längst nicht in allen Kommunen und Kreisen, in denen er arbeite, zu spüren.
Ein Beispiel für die gute Arbeit in Beeskow: Das durchschnittliche Alter der Einsatztechnik sei seit der letzten Planung um zehn Jahre gesenkt worden. Auch die Entwicklung der Zahl der Einsatzkräfte sei nach einem Tiefpunkt im Jahr 2012 mit 115 wieder steigend. Aktuell verfügt die Wehr über 128 Frauen und Männer, die zu Löscheinsätzen und technischen Hilfeleistungen ausrücken. Die Altersstruktur bezeichnete der Planer als fast lehrbuchhaft. Außerdem hob er hervor, dass sich alle Einsatzkräfte an einer Befragung zur Zufriedenheit beteiligt haben. Das beweise eine enge Bindung zur Wehr.

Überschaubare Investition

Aufgaben für die Zukunft bleiben dennoch. Um die Einsatzbereitschaft der Wehr zu jeder Zeit zu gewährleisten, müsse die Nachwuchsgewinnung kontinuierlich weitergeführt werden. Habeth schlägt die Bildung einer Kindergruppe in der Jugendfeuerwehr vor. Der Einsatz moderner Technik sei Voraussetzung, junge Leute dauerhaft bei der Wehr zu halten. Und natürlich erleichtert moderne Technik auch die Einsätze und hilft, Leben zu retten. Deshalb beispielsweise auch der Vorschlag zur Jetski-Anschaffung. Ein "Rescue Water Craft", so die offizielle Bezeichnung des Jet-Retters, sei schneller einsatzbereit als ein Boot, könne in Flachwasserbereichen unterwegs sein, benötige wenig Personal. Weil das Wasserfahrzeug schnell und wendig ist, sei eine Hilfe auch auf engem Raum möglich. In der wasserreichen Region sei es oft sinnvoller als ein zweites Rettungsboot.
Ähnlich sind die Gründe für die Anschaffung der kamerabestückten Drohne. Der Vorschlag dazu kam von jungen Einsatzkräften aus der Beeskower Wehr. Die Drohne soll die Arbeit der Einsatzleitung erleichtern, weil man sich schnell ein Bild vom Einsatzort machen könne. Hubschrauber, die dies im Moment leisten, bräuchten oft eine Vorlaufzeit von gut zwei Stunden, ehe sie am Einsatzort sind. Die Drohne kann sofort starten. Ausgerüstet mit einer Wärmebildkamera wäre sie zudem eine wichtige Hilfe bei der Vermisstensuche. Auch die Anschaffungskosten sind mit rund 8000 Euro längst nicht so hoch wie für andere Feuerwehrtechnik.
Doch auf für deren Erneuerung gibt es, wie anfangs beschrieben, nun einen beschlossenen Plan. Für die Hauptwache in Beeskow sind zudem unter andrem eine Abgasabsauganlage, deren Fehlen im Plan kritisch angemerkt wird, und separate Umkleidemöglichkeiten für die Einsatzkräfte gefragt.